In ein paar Tagen startet ein Forschungsprojekt, das von den Medien wahrscheinlich nur wenig beachtet werden wird. Das Forschungszentrum Jülich hat in Kooperation mit gut zwei Dutzend anderer Europäischen Institutionen einen Zeppelin-NT (NT steht für "Neue Technologie") zu einer grossen, schwebenden Messstation umgebaut. Dieses Projekt trägt den Namen "Pegasos". Man will mehr über den Kreislauf der Abgase erfahren, die wir durch unsere Industrie, dem Verkehr oder nur durch das Heizen in die Atmosphäre pusten.
Um den Kreislauf dieser Schadstoffe, Aerosole und Spurengase besser zu verstehen, bedient man sich des Zeppelins, denn der hat einen entscheidenen Vorteil gegenüber Forschungsflugzeugen und Wetterballons: Er kann an einer Stelle im Himmel schweben und beeinflusst nicht durch seine Eigenbewegungen die feinen Partikel, die ein Forschungsflugzeug verdrängen würde. Und man kann lange Zeit punktuell am selben Ort stehenbleiben und den zeitlichen Verlauf von Schadstoffkonzentrationen erfassen. Man hofft durch diese Messkampagne auch etwas über ein Phänomen zu erfahren, das noch eher theoretischer Natur ist: Es könnte in den untersten Schichten der Troposphäre Bereiche geben, die wie eine "Waschmaschine" wirken und viele dieser Schadstoffe abschwächen oder sogar neutralisieren.
Zeppeline üben auf mich eine grosse Faszination aus, nicht umsonst nennt man sie "Luftschiffe" in denen man fährt und nicht fliegt. Ich habe selbst ein paar Rundflüge in Sogennannten "Blimps" - das sind eigentlich keine richtigen Zeppeline - erlebt und empfand diese unvergesslich. Man "schwebt" geradezu, einen Vergleich mit Blicken aus dem Flugzeugfenster halten diese Eindrücke kaum stand.
Mit den Begriff "Zeppelin" verbindet man aber automatisch den Namen "Hindenburg" und den dazugehörigen Unfall. Den heutigen Zeppelinen (NT) kann das nicht passieren, da man keinen leicht entzündlichen Wasserstoff mehr verwendet, der entscheidend zur Katastrophe der Hindenburg beitrug. Heute fliegt man selbstverständlich nur noch mit Helium als Traggas. Man muss im Zusammenhang mit modernen Zeppelinen auch das finanzielle Scheitern des Cargo-Lifters erwähnen, wenn man ehrlich ist. Da wurden zu grosse Erwartungen gesetzt und eine Finanzblase tat ihr übriges. In der Atmosphärenforschung könnten "echte" Zeppeline - wie der Zeppelin-NT eine Renaissance erfahren.
Das Projekt Pegasus - Atmosphärenforschung mit den Zeppelin
Der größte Vorteil des Zeppelins ist, dass er regungslos irgendwo im Himmel stehenbleiben kann. Da kann man ganz genau erforschen, was von oben oder von unten an Stoffen ankommt. Mit Flugzeugen, Hubschraubern oder Wetterballons geht das so nicht, da sie schon durch ihren Flug die Ergebnisse beeinflussen würden.
Um diesen Vorteil auch auszunutzen, hat man sich bei der Planung der Flugrouten von Pegasos an vorhandene Messtationen am Boden orientiert, um die Ergebnisse vergleichen und in Zusammenhang bringen zu können. Man hat drei Hauptrouten, die ziemlich gut den europäischen "Durchschnitt" wiederspiegeln, vorausgedacht. Da ist alles dabei, vom Industriezentrum Rotterdam bis zum industriell unauffälligem Norwegen. Die erste Route geht von Südwestdeutschland über Westdeutschland in Richtung Holland.
Die erste von drei geplanten Messrouten des Zeppelins. Daufklicken zum Vergrössern. Quelle: Blog des Pegasos-Projektes
Freie Radikale - eine Art "Waschmittel" in der Atmosphäre?
Was sind eigentlich "freie Radikale"? Einfach gesagt, im eigenen Körper
hat man sie nicht gerne, weil sie andere Moleküle aggressiv zersetzen.
Wenn sie aber in Kilometerhöhe über uns vorhanden sind und Schadstoffe
in weniger schädliche Elementarbestandteile umwandeln, dann muss man
mehr darüber erfahren.Man vermutet in der Troposphäre eine Art "Schutzschicht", bestehend aus freien Radikalen, den Hydroxyl-Radikalen, die da irgendwo zwischen 1000 und 3000 Metern Höhe herumschwirren und dort genau das tun, was wir in unserem eigenen Körper nicht gerne zulassen: Heftig reagieren und grosse Moleküle in kleinere zerschlagen..
Ein wichtigster Grund dieser Messflüge ist es, mehr über die Verteilung, Konzentration und Auswirkung der Hydroxyl-Radikalen in der Atmosphäre zu erfahren. Das Hydroxyl-Radikale diese Reinigungsfunktion besitzen, hat man schon in vorherigen Experimenten beweisen können. In einer Pressemitteilung des Forschungszentrum Jülich heisst es;
Hydroxyl-Radikale (OH-Radikale) sind hochreaktive Verbindungen, die aus einem Sauerstoff- und einem Wasserstoffatom bestehen. Sie reagieren mit den meisten Luftschadstoffen wie zum Beispiel Stickoxiden, Kohlenmonoxid oder Kohlenwasserstoffen und wandeln diese in eine wasserlösliche Form um. Mit dem nächsten Regen werden diese Stoffe dann aus der Atmosphäre entfernt.
Jetzt gibt es aber ein kleines Problem bei den Messungen, denn alle Luftproben werden durch kleine Schläuche in die Messgeräte eingesaugt und wenn dabei die freien Radikale auf irgendwelche andere Moleküle stossen, reagieren sie mit ihnen schon im Schlauch, bevor sie das Messgerät erreichen. Deswegen befindet sich an der Oberseite des Zeppelins eine zusätzliche Apparatur, die schon durch den Kontakt mit den freien Radikalen diese registrieren kann.
Treffen die Hydroxyl-Radikale auf diese Kegel, werden sie von der Apparatur darunter registriert.
Tja, wenn es tatsächlich eine Atmosphärenschicht mit freien Radikalen gibt, die viele grössere Moleküle zerstört, dann kann nichts, was viel weiter oben ausgebracht wurde, in Regenwasserproben unverändert auftauchen, das muss dann von anderswo herkommen. Die Chemtrail-Gläubigen wollen ja nicht einsehen, dass das, was man im Regenwasser findet auch von Abgasen der Industrie, des Strassenverkehrs oder von sonstwo herkommen können. Wenn sich diese Hypothese der freien Radikalen in der Troposphäre bestätigt, ist das ein extremer Rückschlag für diejenige, die mit Regenwasserproben Chemtrails beweisen wollen, denn ab dann gilt, das alles was man im Regenwasser oder Blutproben findet, ganz bestimmt von "unten" und nicht von Flugzeugen kommt.
Anderseits ist es die Chance für die Chemtrail-Gläubigen. Dieser Zeppelin wird auch mit verschiedenen Massenspektrometern ausgestattet werden, mit Massespektrometern würde man auch Stoffe finden, nach denen man eigentlich gar nicht sucht. Bekanntlich vermuten die Chemtrail-Gläubigen die Stoffe Aluminium und Barium in den Chemtrails. Wenn man in den Messungengen des Zeppelins in Höhen von ein bis drei Kilometern diese Stoffen überhaupt nicht findet - das wäre sogar fast der von der Bürgerinitiative "sauberer Himmel" oft verlangte Beweis, dass es keine "Chemtrails" gibt.
Zu den Pegasos-Projekt gibt es eine Webseite und einen Blog. Genug Kontaktmöglichkeiten sind also vorhanden. Vielleicht fragt ja mal jemand von der Bürgerinitiative "sauberer Himmel" nach, ob die Forscher freundlicherweise während der Messgampagne auch auf Aluminium, Barium oder sonstige vermutete Chemtrail-Inhaltsstoffe achten könnten.
Und wiedermal liefern die Chemtrail-Skeptiker wie meine Wenigkeit einen Hinweis, wie man die Frage um die Existenz der Chemtrails klären könnte. Warum berichten die Chemtrail-Seiten nicht darüber, dass es ab jetzt einen Zeppelin gibt, der echte Messwerte liefert, jenseits eines Plastikbechers im Garten?
Über die Bürgerinitiative "Sauberer Himmel", die sich als aktivste Speerspitze im Kampf gegen Chemtrails und Wettermanipulationen sieht, habe ich schon einmal hier etwas geschrieben. In der Zwischenzeit ist aber so viel passiert, dass es einen eigenen Artikel wert ist. Ich werde nicht über alles schreiben, das macht eine andere Seite schon.
Zitate von Sauberer Himmel sind in Blau und italic
Beeindruckende Chemtrail-Aufnahmen aus der Uckermark
Eine sehr engagierte Mitstreiterin aus der Uckermark versorgt uns seit einiger Zeit mit sehr beeindruckenden Aufnahmen des chemischen Wahnsinns am Himmel. Sehen Sie selbst:
Screenshot der Bildübersicht zur dazugehörigen Meldung bei sauberer-himmel.de
Ja, das ist das typische Ausfransen von Kondensstreifen. Diese Bilder aus der Uckermark tauchen sehr oft auf, da ist jemand sehr engagiert und knipst wirklich jeden Kondensstreifen und jede Wolke, die nicht wie eine Bilderbuchwolke aussieht. Ist auch ganz naheliegend, denn - so schreibt die Wikipedia über die Uckermark - und das kann jeder bestätigen, der da schon mal war:
"Neben den großen Uckerseen gibt es eine Vielzahl kleinerer Seen. Die meisten der Seen sind das Resultat der Eisschmelze am Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren. Der außergewöhnliche Reichtum an Seen ist ein besonderes Charakteristikum der Jungmoränenlandschaft im Nordosten Brandenburgs. Allein im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin befinden sich über 250 Seen."
Da gibt es also erwähnenswert viele Seen. Was brauchen langanhaltene Kondensstreifen vor allen? Mit Feuchtigkeit gesättigte Luft. Was passiert also an einen typischen Tag? In den Stunden wo es mal schön ist, verdunstet viel Wasser und die Luftfeuchtigkeit steigt an. Wird es dann ab nachmittags kälter - oder ist es frühmorgens bemerkenswert kalt - Stichwort Frühnebel - dann kann die Luft nicht mehr so viel Feuchtigkeit tragen und die zusätzlich von den Flugzeugen im Abgasstrahl vorhandene Feuchtigkeit und die Kondensationskeime zeigen volle Wirkung.Die Uckermark ist also ein Gebiet, das von Natur aus besonders geeignet für langlebige Kondensstreifen ist.
Meine Umgebung kenne ich ziemlich gut und mir ist - in der Nähe eines Grossflughafens wohnend - schon aufgefallen, dass sich Kondensstreifen oft zuerst dort bilden, wo sich Seen und Weiher oder ein Fluss in unmittelbarer Nähe befinden.Das sage ich, der einfach schon seit Jahren (oder genauer Jahrzehnten) praktisch jeden Tag in den Himmel schaue. Ganz so, wie es die Bürgerintiative andauernd in suggestiver Absicht nahelegt.
Und das die von der Bürgerinitiative präsentierten "Chemtrails" einfache Kondensstreifen sind, sieht man z.B. an diesen Bild. Es wird ja von den Chemtrailvertretern (abweichend) behauptet, dass es "Chemtrails" seit 1995 bis 2000 gibt. Hier ein Bild aus dem Jahr 1981, das genau dasselbe "Ausfransen" zeigt:
Bild aus einer Art "Karnevalsumzug" in Aspen, Colorado, von einen Flickr-User, der Kondensstreifenbilder sammelt. Nicht vergessen, als es noch keine Digitalkameras gab, musste man für jeden Abzug eines geknipsten Filmes bezahlen.
Die Zeit berichtet über Geo-Engineering
Auffällig bei sauberer-himmel ist, dass man den Klimawandel an sich bestreitet, dafür aber behauptet, das man bereits heute gegen den Klimawandel heimlich mit Chemtrails ankämpft. Man verdreht Ursache und Wirkung und schreibt Wetterkapriolen durch den Klimawandel den "Chemtrailing" zu. Das ist sehr diffus. in dieses Bild passt dieser Verweis auf eine Zeitungsmeldung:
sauberer-himmel schreibt:
DIE ZEIT berichtet: "Pfusch in den Wolken"
"Pfusch in den Wolken" ist der Titel dieses Beitrags in der ZEIT vom 21.03.2012. Er behandelt auch Befürworter des Geo-Engineering und diese sollten vielleicht den Blick von ihrem Supercomputer abwenden und hinauf zum Himmel schauen. Diese können sich ein Szenario vorstellen, in dem Geo-Engineering im globalen Durchschnitt von Vorteil sei und nur wenige Länder darunter leiden würden. Diesen Ländern sollte man eine Entschädigung zahlen und bei der Anpassung helfen.In diesem Beitrag heißt es aber auch, dass zum jetzigen Zeitpunkt jeder Eingriff ins Klimasystem fahrlässig wäre, da die Folgen noch nicht ausreichend erforscht seien. Zudem gäbe es folgendes Dilemma: Wer mit der Klimamanipulation erst mal anfange, könne damit nicht einfach wieder aufhören. Dies hört sich an wie eine Droge namens Geo-Engineering.
Sauberer-Himmel geht davon aus, dass das Geo-Engineering bereits stattfindet und will das mit den Artikel der Zeit begründen, deswegen auch die Hinweis, die Klimaforscher sollten ihren Blick vom Computer abwenden und jetzt in den Himmel schauen. Deswegen auch der Vergleich mit den Drogen. Die "Welt-Regierung" sind schon auf der "Droge Geo Engineering" und können nicht mehr damit aufhören.
Da hätte man aber erstmal den Artikel ganz zuende lesen sollen, denn - vielleicht weiss man das bei sauberer-Himmel ja nicht - bei Nachrichtenportalen wie Zeit-Online, gehen manche Artikel über mehrere Seiten. Dieser hat drei Seiten und auf Seite zwei sagt der Artikel folgendes:
Überhaupt lohnt es sich, den ganzen Artikel zu lesen, denn dann wird folgendes klar - durchgängig wird Geo-Engineering als "Plan C" bezeichnet,
"Plan A" ist, den CO2-Ausstoss zu verringern. Das wird wohl leider nix, wenn sich das Konsumvehalten aller Menschen auf der Erde nicht dramatisch ändert. Stromsparen? Benzinsparen? Heizkosten? Energiekosten? Sowas will keiner hören, der vor einen überdimensionierten "Gaming-PC"sitzt und die Welt mit Meldungen aus der alternativen Medienwelt aufklären will.
Plan B (auch so von der berühmten "Kieler Studie" klar bevorzugt) ist die CO2-Verklappung oder Umwandlung mit diversen Mitteln. Das wird bereits getan, auch in Deutschland. Während solche Bürgerinitiativen wie sauberer-Himmel Euch dazu bringen wollen, in den Himmel zu schauen und Angst zu bekommen, wird unter unseren Füssen bereits CO2 experimental - auch in Deutschland - unter der Erde verklappt. Warum liest man sowas nicht auf dieser vor Umweltschutz so strotzen wollende Bürgerinitiative?
Zeitungsbeitrag oder Leserbrief
Sauberer-Himmel schreibt:
Im Guardian erschien ein beachtenswerter Beitrag über Geo-Engineering, der viele unserer Aussagen auf dieser Webseite bestätigt.
Tja, und wenn man da beim Guardian links oben in die Ecke guckt?
... merkt man, dass das ein LESERBRIEF ist. Und wer es nicht glaubt, man kann dort auch auf More Letters klicken und da wird es einen erklärt:
This page, and its associated webfeed lists all letters to the Guardian, Observer and guardian.co.uk, independent of subject matter.
Nachdem es ja - laut sauberer-himmel - keine Unwetter gibt und das alles ein "Wetterkrieg" der von RA Storr genannten Mächte ist, würde ich aber zu gerne wissen, wer für die Tornados in Texas - einen Tag vor der Erwähnung auf sauberer-Himmel - denn nun verantwortlich war, steckte dahinter nun Russland, China, Israel oder hat die USA sich da mal wieder selbst angegriffen?
Antworten ohne Fragen. Problem 42
Jetzt wird es leider etwas wirr, denn sauberer-Himmel schmeisst eigene vorherige Meldungen durcheinander und präsentiert nur Passagen aus Antworten
Als die Bürgerinitiative gegründet wurde und ihre ersten Aktivitäten startete, hat man jedes Schreiben mit Fragen an die diversen Institutionen und deren Antwort als PDF oder wenigstens als .DOC veröffentlicht - siehe hier - die unteren Einträge. Und in letzter Zeit gibt es nur noch Teilzitate von Antworten, wo wir die Frage nicht mal wissen...
Wie hiess es doch schon im Standardwerk für logisches Denken, "Per Anhalter durch die Galaxis": "I think the problem, to be quite honest with you, is that you've never actually known what the question is." - also man kann mit der Antwort nicht viel anfangen, wenn man die dazugehörige Frage nicht kennt
sauberer-Himmel präsentiert folgende ANTWORT:
Lesen Sie [hier] die erstaunliche Antwort des österreichischen wetter.at auf eine Chemtrail-Anfrage.
Seltsamerweise veröffentlicht man auf sauberer-Himmel diese "erstaunliche Antwort" nicht, sondern verweist auf Werner Altnickels Seite. Das ist schon mal sehr merkwürdig, warum ist das so? Da hat man endlich den vermeintlichen Beweis und präsentiert ihn nicht selbst?
Auf Altnickels Seite heisste es dann:
Der österreichische Wetter.at – Dienst sendete folgende erstaunliche Antwort an einen CHEMTRAIL- Fragesteller. CHEMTRAILS sind hier jedenfalls nicht unbekannt und scheinbar auch keine „Verschwörungs- Theorie“:
da es sich bei den sogenannten "Chemtrails" um kein meteorologisches sondern ein "industrielles" Phänomen handelt, werden diese bei der Wettervorhersage nicht berücksichtigt, da man auch ihre Entstehung nicht vorhersagen kann.
Ob es sich tatsächlich um Chemtrails oder um Kondenzstreifen handelt, können und wollen wir nicht festlegen. Ich darf auf die Definition des Deutschen Wetterdienstes unter: http://www.deutscher-wetterdienst.de/lexikon/index.htm verweisen.
Die Antwort "industriell" ist nun sehr verwirrend. Aber sie deutet zumindest an, dass man sich in der Frage nicht auf Linienflugzeuge der Fluggesellschaften bezieht, denn...
Industrie: (lat. industria: Betriebsamkeit, Fleiß) bezeichnet den Teil der Wirtschaft, der gekennzeichnet ist durch die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren in Fabriken und Anlagen
... und damit kann ja eine Dienstleistung, wie sie die Fluggesellschaften darstellen ja nicht gemeint sein.
Ich vermute, irgendjemand hat Wetter.at gefragt, ob man in Wetterberichten auch den Ausstoss von Kraftwerken (Kühltürme) und Firmen berücksichtigt, das "Chemtrails" genannt und so wetter.at zu dieser eher verwirrenden Antwort provoziert. Wenn man das macht, dann will man natürlich die Frage nicht veröffentlichen. Ohne das wir die Frage kennen, macht die Antwort wenig Sinn und stiftet nur Verwirrung. Chemtrail-Fragen.de hat bei wetter.at einfach mal nachgefragt, wie diese Sensationsmeldung zustandekam und ist zu bemerkenswerten Ergebnissen gekommen
Und nochmal wird uns eine Antwort ohne Frage präsentiert
Wie kommt Barium ins Regenwasser? Hier ist die Antwort des Umweltbundesamtes
Ein Teilnehmer unserer Bürgerinitiative erhielt vom Umweltbundesamt (UBA) folgende Einschätzung zu der Tatsache, dass sowohl Regenwasser- als auch Schneeproben mit Barium belastet sind:
"Barium-Konzentrationen in Schnee können nach dem Abbrennen von Feuerwerksraketen stark erhöht sein, weil die Raketen Bariumsalze zur Erzeugung von grünen Farbeffekten enthalten. Nach dem Silvesterfeuerwerk 2007/08 waren bei einer Untersuchung in Österreich (Steinhauser et al. 2008: Heavy metals from pyrotechnics in New Years Eve snow.- Atmospheric Environment, 42, 8616-8622) die Barium-Konzentrationen im Schnee eines begrenzten kleinen Gebietes um bis zu Faktor 580 erhöht gegenüber den Werten vor dem Feuerwerk (4 - 16 µg/kg)."
Aha, das Silvesterfeuerwerk sei nach Auffassung des UBA am Bariumfund im Regenwasser verantwortlich. Komisch ist nur, dass unsere Regenwasserproben nicht nach einem Silvesterfeuerwerk genommen worden sind, sondern zum Teil 11 Monate danach.
Hier stellt sauberer-Himmel die Antwort des Umweltbundesamtes mit einer eigenen Messung in Verbindung - zu der ich noch komme. Aber was hat der Teilnehmer der Bürgerinitiative das Amt eigentlich gefragt? Das sagt man uns nicht. Die Frage wurde aber veröffentlicht, nämlich hier:
Und dort ist auch das GANZE ANTWORTSCHREIBEN zu finden. Nur der gelb-markierte Teil wird bei sauberer-Himmel zitiert:
Wenn man diese Antwort durchliest wird auch klar, warum die Bürgerinitiative sie nicht vollständig zeigt. Denn vor Monaten hat man dort behauptet, das Umweltbundamt dürfe nicht nach Aluminium suchen, dabei hat man damals aber schon die falsche Frage gestellt und die Antwort nicht verstanden. Nun steht da aber etwas von einen EMEP-Messprogramm, das offenbar diese Messungen europaweit vornimmt.
Zurück zur Barium-Anfrage. Wie allgemein die Frage gehalten wurde, und das das Umweltbundesamt z.B. auch auf Bergbauaktivitäten hinweist, verschweigt uns die Bürgerinitiative. Dabei sind die Bergbauarbeiten in einen anderen Fall die naheliegenste Erklärung, denn ein paar Tage zuvor präsentierte sauberer Himmel diese Messwerte:
Wie kommt das Barium also nun in das Regenwasser?
Wie kommt Barium ins Regenwasser?
Diese Frage hat sich der Autor dieses sehr interessanten Beitrags gestellt. Und diese Frage stellen wir uns auch, nachdem unsere letzten Regenwasserproben folgende Ergebnisse für Barium aufwiesen:
Probe: 17.12.2011 (77723 Gengenbach)
0,045 mg/l – Verfahren DIN EN ISO 17294-2 (E 29) (UST)
Probe: 23.12.2011 (77723 Gengenbach)
0,027 mg/l – Verfahren DIN EN ISO 17294-2 (E 29) (UST)
Na zum Beispiel, indem aus einen nicht weit entfernten Bergwerg Baryt verweht wird, denn in der Grube Clara im selben Landkreis wird das heute noch abgebaut. Baryt ist der geologische Name von Bariumsulfat, von dem sauberer Himmel ja in jeden Halbsatz behauptet, es sei "wassersuchend".
... und nur ca. 30 Kilometer entfernt vom angegebenen Ort der Regenwasserprobe wird dieses Baryt tonnenweise abgebaut:
Eine Besonderheit der Grube Clara ist es, das der anfallende Schutt bis 2007 einfach auf freie Flächen geschüttet wurde, und man diese Schuttberge sogar "Suchstellen" nannte, Bei Mineralogen war diese Grube deswegen sehr beliebt, denn man konnte dort kleinere Minerale suchen und finden. Erst seit 2007 sind diese Stellen eingezäunt, es wird aber immer noch gelegentlich für die Sammler eine Fuhre Schutt zu uneingezäunten Plätzen gebracht.
Der Schutt liegt da lose herum, der Wind kann seine Kräfte walten lassen
Herr Storr, da kommt das Barium in und um Gengenbach her!
Eine weitere Sache, die bei sauberer-Himmel immer wieder auffällt ist, dass man Aerosole und Feinstaub konsequent verwechselt und alle bekannten Verursacher ignoriert. Nach dem Motto "Wenn es im Regenwasser zu finden ist, dann muss es ja von Flugzeugen kommen. Ein Beispiel dafür:
Die Lunge als Einfallstor für Feinstaub
Im Zuge des Cloud Seeding (Chemtrailing) werden viele Millionen Tonnen an Feinstäuben in der Atmosphäre freigesetzt. Ein Beitrag auf www.planet-wissen.de fasst schön zusammen, wie gefährlich das Einatmen von Feinstäuben für den menschlichen Organismus ist. Feinstaubpartikel seien so klein, dass sie ungehindert bis in die feinsten Verästelungen der Lunge vordringen könnten. (...)
Schon im ersten kurzen Satz "Im Zuge des Cloud Seeding (Chemtrailing) werden viele Millionen Tonnen an Feinstäuben in der Atmosphäre freigesetzt." gleich drei Dinge miteinander in Verbindung gebracht, die nichts miteinander zu tun haben.
"Cloud-Seeding" ist das, was die Hagelflieger machen, das "impfen" vorhandener Wolken mit Silberiodit, damit sie früher als gewöhnlich gezielt abregnen. Wenn der ganze Feinstaub von ihnen kommen würde, dann müsste der Himmel voller Hagelflieger sein. Und die Abgase von Autos, Industrie sowie natürliche Feinstaubquellen werden konsequent ignoriert.
Erstaunliche Erkenntnisse über Umweltschadstoffe in der Bewusst.tv-Fragestunde:
Übrigens hat Storr selbst - in der Fragestunde beim letzten Bewusst.tv-Kongress zweimal - im Zusammenhang mit der psychosomatischen Scheinkrankheit "Morgellons" - auf Publikumsfragen gesagt "Stoffe in der Umwelt freizusetzen kann auf verschiedensten Wegen geschehen". Richtig. Und warum geht man dann bei Regenwasserproben und sogar Blutproben davon aus, dass die Stoffe von Flugzeugen kommen?
Es gäbe noch viel zu berichten, denn bei der Bürgerinitiative hat anfangs versucht nur seriöse Quellen zu benutzen, in letzter Zeit sind diese selbstaufgelegten Mindesstandards wohl gefallen. Man hält nun inzwischen sogar Taubogen (ein Phänomen ähnlich des Regenbogens) für metallischen Feinstaub, beim Niederrheiner ist dazu etwas zu lesen. Man vermutet hinter privaten Blogs ein Netzwerk von Lohnschreibern. Zu diesen Netzwerk des weltweiten Vertuschungssysems gehören natürlich auch Wikipedia und Esowatch. Man lobt einen Klimaforscher für seinen Skeptizismus gegenüber den Klimawandel, übersieht aber, das dieser klar und nachvollziehbar Gegen die Chemtrail-Theorie argumentiert.Inzwischen verkauft man nicht nur überteuerte Aufkleber und Flyer, sondern auch T-Shirts und Regenwasseranalysen. achja, und für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Die Einstweilige Verfügung gegen Jörg Kachelmann wurde zurückgewiesen.
Und man mikroskopiert in letzter Zeit gerne mit Regenwasser- und Schneeproben . die dort gezeigten aufnahmen sehen verdächtig nach einen einfachen USB-Mikroskop aus, mit dessen man Hilfe alles, was nicht schwarz oder weiss ist für "metallisch-schimmernd" und alles was länglich ist für "Polymerfasern" hält. richtige "Laboruntersuchungen" werden im Text zwar angedeutet aber nicht belegt. Details wie Probenentnahme, Ort, evtl. Verarbeitung der Proben und meistens sogar der Faktor der Vergrößerung werden nicht angegeben. Leider fehlen mir die Erfahrungen in der Mikroskopie um das besser beurteilen zu können. Vielleicht kann ja ein Leser dieses Blogs mit solchen Kenntnissen etwas dazu schreiben?
Nach mehrmaligen Aufschub wegen ungünstigem Wetter ist heute vormittag (deutsche Zeit) das ATREX-Experiment durchgeführt worden, über das ich hier schonmal berichtete. Kurz zusammengefasst wurden 5 Forschungsraketen in sehr kurzen Abständen in den Nachthimmel über den Atlantik geschossen, die eine leuchtende Chemikalie in einen Bereich von 80-140 Kilometern Höhe ausstiessen, um durch deren Beobachtung mehr über die extrem schnellen Höhenwinde am Rande unserer Atmosphäre zu erfahren.
Oder einfach gesagt:
Echte "Chemtrails" von der NASA, wissenschaftlich bestätigt!
Eigentlich eine kleine Sensation, genau das, was sich Organisationen wie die Bürgerinitiative "sauberer Himmel" eigentlich lechzen müssten, aber irgendwie ging das Thema an den Chemtrail-Seiten bis auf wenige Ausnahmen ganz vorbei. Auch die normale Presse berichtete kaum, im deutschsprachigen Raum habe ich bisher gar nichts gefunden. Werner Walters UFO-Meldestelle postete ein paar Videos und war weniger begeistert. Die Videos waren auch eher nichts, dafür aber ein paar Bilder (von echten Chemtrails!!!11!). Muss ich diese Lücke wohl füllen, auch wenn ich wegen der Uhrzeit das ganze nicht durchweg verfolgen konnte.
Start einer der 5 Raketen. Quelle: Nasa via twitter
Das Startfenster heute war nur 3 Stunden groß, ein Teil des Atlantiks musste von der Küstenwache abgesperrt werden (daran scheiterte ein vorheriger Startversuch, da sich im Gebiet noch Fischerboote aufhielten). Paradoxerweise hätte heute der Wind im Bodennähe der Sache fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar sollen diese Raketen der Erforschung eines Windes mit Geschwindigkeiten von bis zu 480 Km/H (300 mph) dienen, am Startort und in den unteren Atmosphärenschichten durfte der Wind 17 mph nicht überschreiten. Erst in den letzten Minuten am Ende des Startfensters liess der Wind nach, Wenn ich richtig gehört habe, waren die Windbedindungen am Ende nicht wirklich auf "green" also in der sicheren Zone, sondern man hat wohl trotz einer leichten Überschreitung der Sicherheitsgrenze von 17 mph den Start auf gut Glück freigegeben - und die Mission ist geglückt. Alle 5 Raketen haben ihre Chemikalien - während des Startes "Chemical Tracer" genannt, an der Grenze unserer Atmosphäre über 80 Kilometern Höhe abgesetzt.
Hier ein Video vom eigentlichen Start, nachdem man vorher stundenlang auf abnehmenden Wind gewartet hat:
Im Video sind die "Chemtrails" allerdings nur schwer zu sehen, diese Aktion wurde aber von mehreren Bobachtungsorten an der Ostküste der USA sowie von Schiffen und Radaranlagen beobachtet. Die Wissenschaftler werden aus ihren Aufnahmen Modelle der ausgebrachten Rauchfahnen entwickeln und ihre Computer damit füttern um mehr über diesen Teilbereich der Atmosphäre, der für Flugzeuge und Ballone viel zu hoch, für Satelliten aber gefährlich niedrig ist, zu erfahren. Das wird Zeit brauchen.
Aber viele Amateure sind bis 5 Uhr morgens (Ortzeit EST) wach geblieben um das Ereignis zu fotografieren. Schnell wurden über twitter die ersten Aufnahmen veröffentlicht (sorry an meine Twitter-follower, die vielen ReTweets der letzten Stunden dienten dazu, dass ich mir die Links zu den besten Bildern nach Hause retten konnte).
Das beeindruckenste Bild zuerst, eine GIF-Animation der ausgebrachten Wolken, erstellt von twitter- & Flickruser brownpau, veröffentlicht auf einen Blog mit Link zu noch mehr Einzelbildern. "To get this photo I waited through to the end of the launch window (12AM-5AM), then went up to the roof in the freezing cold and took multiple 15-second exposures with my point-and-shoot on a Gorillapod. The ones that came out well, I combined into animation frames in Photoshop to save as a GIF."
Der professionelle Photograph Jack Fusco hat ein wirklich sehr schönes und in Farben strahlendes Bild von New York Seaside-Park gemacht, verbietet aber den Download (und wohl auch die Weiterverwertung), deswegen folgt bitte diesen Link - es lohnt sich!
Amateurastronomen waren natürlich auch vertreten, hier zwei sehr schöne Bilder von Jerry Lodriguss, im Hintergrund sieht man nicht nur Sterne sondern auch unsere Milchstrasse.
Das Offiziell von der NASA Wallops via Twitter verteilte Bild ist auch sehr eindrucksvoll, vor allen wegen der passenden Perspektive. Inzwischen hat die NASA einige ihrer eigenen Photografien in einer Flikr-Galerie veröffentlicht
Und hier ein Zeitraffer-Video:
So sehen also "echte Chemtrails" aus
Man kann die Höhenunterschiede nicht erkennen, denn die Raketen hatten noch ordentlich Geschwindigkeit drauf und kontinuierlich beim Aufstieg den "Chemical Tracer" ausgestossen. die oft zu findende V-Förmige Anordnung der Streifen lässt darauf schliessen, dass dieser extreme Wind nur in einer Schicht stattfindet. Dort wo die Raketen mit den Ausbringen begonnen haben, war er nicht so stark, in der Mitte stärker und am Ende wieder schwächer. So entsteht vermutlich diese V-Form der einzelnen Streifen.
Die sehen richtig nahe aus, aber nicht vergessen, die Chemikalien wurden in 80 KM Höhe und darüber hinaus ausgebracht. Das ist also mindestens so hoch wie Köln und Dortmund voneinander entfernt sind.
Und nur zur Erinnerung, die verwendete Chemikalie TMA ist zwar im Labor und "in den Händen" wirklich sehr gefährlich, weil sie beim Kontakt mit Sauerstoff und Wasser explosionsartig verbrennt, aber genau für solche Experimente ist das ideal, denn Sauerstoff und Wasser gibt es - wenn auch in geringerer Dichte als bei uns in Bodennähe - da oben genug. So entstehen diese Leuchteeffekte und das TMA wird in seine Grundbestandteile von der Atmosphäre zersetzt. Von der Chemikalie kann gar nichts bei uns hier unten ankommen.
Übrigens hat sich die Chemtrail-Bürgerinitiative, die morgen Kachelmann mal wieder einen Prozesstermin beschert hat, gestern sich auch einen schönen, sehr unphysikalischen Kracher geleistet. Aber bitte Getränke in sichere Entfernung bringen, bevor man die Diskussion dort verfolgt!
PS: Noch treffender hat die Physik-Schlappe der Chemtrail-Bürgerinitiative der Kollege Niederrheiner verarbeitet.
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Wenn man sich in ein Thema vertieft hat, dann verrennt man sich sehr schnell in Details. Das Problem habe ich auch und schrieb zum Pseudo-Thema Chemtrails oft mehr als das wirklich Notwendige. Umso erfrischender ist es, wenn man von ein jungen Menschen einen kurzen Text findet, der keine Fragen mehr offen lässt und alles sehr schön erklärt und der dennoch auf eine DIN-A4-Seite passen würde.
So bin ich auf einen kurzen, aber eindrucksvollen Text eines Astrophysikstudenten und Mitarbeiter einer Sternwarte gestossen. Marcel heisst der gute Mann und er hat schon erfolgreich bei jugend-forscht mitgemacht - ich musste ihn einfach fragen, ob ich den Text hier verwenden darf. Glücklicherweise stimmte er zu und so gibt es jetzt hier den ersten Gastbeitrag.
Der Chemtrails-Anhänger behauptet, dass mächtige Zirkel den Flugzeugtreibstoffen heimlich Zusätze beimischen, um das Klima zu kontrollieren oder die Menschen zu vergiften. Dies, so die Hypothese, zeige sich insbesondere am vermehrten Auftreten langlebiger Kondensstreifen sowie einem „Ausbleichen“ des Himmels. Ist die Unterstellung derartiger krimineller Machenschaften zur Erklärung der „Contrails“ (engl. für Kondensstreifen) aber tatsächlich notwendig?
Okay, es geht um Flugzeuge - Was passiert dort oben im Triebwerk überhaupt?
Moderne Düsenflugzeuge nutzen das Rückstoßprinzip zur Fortbewegung: Aus ihren Triebwerken strömen durch die Verbrennung von Kerosin heiße Abgase, die dem Flieger Vortrieb bringen. Hauptbestandteil der Abgase sind Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Schwefeldioxid, Rußpartikel sowie Spuren verschiedener anderer Stoffe.
Was geschieht dann mit den Abgasen?
Die Triebwerksabgase verlassen mit hoher Geschwindigkeit, unter hohem Druck sowie Temperaturen von 300 bis 400 °C die Düsen. Auf Reiseflughöhe, ungefähr zehn Kilometer über dem Erdboden, liegt der Luftdruck nur noch bei etwa bei 25% des Meeresniveaus, die Temperaturen bewegen sich im Bereich von ca. -50 Grad Celsius. Durch diesen großen Temperatur- und Druckunterschied dehnen sich die Triebwerksabgase explosionsartig aus und kühlen dabei rasch ab. Weil Luft Wärme nur schlecht leitet, kann es zu keinem schnellen Temperaturausgleich mit der Umgebungsluft kommen, man spricht von „adiabatischer Expansion“. Unter Druck- und Temperaturbedingung in der höheren Atmosphäre geht der auf diese Weise abgekühlte Wasserdampf direkt in den festen Zustand über, er „resublimiert“. Als direkte Konsequenz lagern sich an den ebenfalls ausgestoßenen Rußpartikeln feine Eiskristalle ab.
Wie geht es nun weiter?
Das hängt primär von der Feuchte und der Temperatur der Umgebungsluft ab. Unsere Lufthülle ist kein statisches Gebilde: Durch Wind und Luftströmungen mischt sich die Atmosphäre permanent durch, kalte Luft trifft auf warme Luft, feuchte Luft auf trockene Luft und so weiter. Dadurch kommt es zu teilweise erheblichen und nicht selten sehr abrupten Schwankungen im Bezug auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit, was oft schon anhand des Wolkenbildes leicht selbst zu beobachten ist.
Für die Bildung eines Kondensstreifens heißt das nun konkret...?
Prinzipiell sind zwei Szenarien möglich: Trifft der abgekühlte und an den Ruß- und Schwebeteilchen („Aerosole“) zu Eiskristallen resublimierte Wasserdampf auf verhältnismäßig warme und trockene Umgebungsluft, verflüchtigen sich die Eiskristalle wieder durch den (druckbedingt) stark erniedrigten Siedepunkt und (gegebenenfalls) noch unvollständige Sättigung der Luft mit Wasserdampf.
Ein ganz anderes Bild zeichnet sich hingegen bei feuchter und kalter Luft ab: Hier wirken die Eiskristalle aus dem Triebwerk des Flugzeugs als sogenannte „Kondensationskeime“ an denen der Luftwasserdampf sich absetzen kann. Auf diese Weise wachsen die Eiskristalle weiter, bis sie schließlich als leuchtend weißer Kondensstreifen sichtbar werden. Der Kondensstreifen sorgt gewissermaßen dafür, dass sich die Luftfeuchtigkeit schneller absetzt somit kann es passieren dass Contrails nicht nur lange am Himmel verweilen, sondern eben auch größer und breiter werden, bis es auch optisch keinen Unterschied mehr zu den natürlichen Schleierwolken gibt.
Man sollte dabei jedoch nicht dem Irrtum unterlaufen, dass es alleine die Flugzeuge seien, die den „trüben“ Himmel verursachen! Auch ohne ihren Einfluss& würden durch die in der Luft natürlich vorkommenden Aerosole unter den atmosphärischen Bedingungen, die die Bildung langlebiger Kondensstreifen ermöglichen, der Zeit ganz von alleine Schleierwolken entstehen. Voraussetzung ist lediglich das richtige „Wetter“ in der höheren Atmosphäre.
Aber hier unten ist es doch warm und trocken...
Wer schon einmal in den Bergen gewesen ist und einen Gipfel erklommen hat, wird es bestätigen: Schon nach einigen hundert Höhenmetern verändern sich die atmosphärischen Bedingungen zum Teil erheblich, weiter oben auf dem Berg kann das Wetter vollkommen anders sein als im Tal. Aus den Bedingungen am Boden Rückschlüsse auf die höhere Atmosphäre zu ziehen, ist unmöglich, nicht umsonst, so lässt man auch in Zeiten der Satellitenbeobachtung noch ganz klassisch Wetterballons aufsteigen.
Und die Chemtrails...?
Die hier vorgestellten, physikalisch abgesicherten Erklärungsmodelle verlangen zwar tatsächlich ein gewisses Mindestmaß an Kenntnissen der Thermodynamik,erklären das beobachtete Verhalten der „Contrails“ jedoch vollkommen. Es kann festgehalten werden: An den Kondensstreifen sind keinerlei physikalischen oder meteorologischen Anomalien zu beobachten. Kondensstreifen, die lange am Himmel verweilen, gab es schon immer. Die Zunahme des Flugverkehrs hat schlicht dazu geführt, dass sie von mehr Menschen bemerkt werden, auch wenn sie den Himmel selten studieren. Während die wissenschaftlichen Fakten ledliglich einen wachen Verstand erfordern, verlangt der Glaube an die Chemtrails-Verschwörung Abenteuerliches: Stillschweigende Piloten, eingeweihtes Fachpersonal, ignorante Wissenschaftler, riesige Vertuschungskampagnen, Unsummen an Geldern. Selektiv werden in das konspirative Raster passende „Informationen“ herausgefiltert, auf der anderen Seite Scharen hochdekorierter Fachleute diskreditiert und nicht selten gleich die gesamte Physik als „falsch“ abgetan. Der beste Gegenbeweis offenbart sich uns jedoch genauerem Hinsehen jeden Tag aufs Neue: Automobile, Elektrizität, Flugzeuge, Computer, Raumfahrt. All diese Errungenschaften sind das Produkt angewandter Wissenschaften. Unsere Ingenieure konstruieren nicht nach Augenmaß, sondern nach den bekannten physikalischen Gesetzen.
Kurzum: Die Idee von den „Chemtrails“ ist nichts weiter als ein spannendes, aber eben realitätsfernes, neuzeitliches Märchen, das von selbsternannten Experten und fachfremden Laien im Internet kultiviert wird. Wozu der Blödsinn? Die Wirklichkeit ist doch schon spannend genug!
Es wird morgen echte "Chemtrails" geben! Qualitäts-Chemtrails von der NASA
(das hättet Ihr wohl nicht gedacht, das ich sowas mal schreibe oder? :-)
Es handelt sich dabei um ein Experiment namens Anomalous Transport Rocket Experiment (ATREX) mit den man bisher kaum erforschte Höhenwinde erforschen will. Und diese Winde sind wirklich hoch - in ca. 85 bis 150 Kilometer Höhe - und sehr aussergewöhnlich! Sie wehen an der "offiziellen" Grenze zum Weltraum, der sog. Kármán-Linie und erreichen Geschwindigkeiten von 320-480 Km/h (200-300 mph). Man will 5 Raketen nachts zeitversetzt in diese Höhe schicken, die dann eine Chemikalie freisetzen, die beim Kontakt mit Sauerstoff leuchtend verglüht. Die dadurch erzeugten Leuchtstreifen werden vom Boden von mehreren Orten aus gefilmt, um an deren Ausbreitung mehr über diese Winde zu erfahren.
Erstmal sollten wir uns über die Höhenverhältnisse im klaren werden.
Gerade die Anhänger der eigentlichen Chemtrail-Hypothese (Flugzeuge sprühen heimlich irgendetwas) zeigen meist ein erschreckendes Unwissen über die Atmosphäre und ihren Aufbau. Sie können Höhenangaben einfach nicht einordnen. Damit uns nicht derselbe Fehler passiert, schauen wir uns mal die bekanntesten "Dinge" im Himmel anhand dieser massstabgerechten Grafik an.
(Ich hab sie etwas verkleinert, damit Euere Scrollräder geschont werden)
mit aktuellen bzw. bekannten Objekten ergänzte Grafik, Original von der NASA
Ich fasse mal das oben gezeigte kurz zusammen:
Wie man sieht, habe ich die leeren Flächen mit etwas bekannteren Beispielen gefüllt. Das Atrex-Experiment wird in 80-150 Kilometern Höhe stattfinden. Das ist etwas tiefer als die Höhe bei der um die Erde kreisende Satelliten von der Atmosphäre gebremst werden und deswegen herunterfallen. Dieses Experiment ist also dem Weltraum näher als dem Boden. Und erst ab dieser Höhe zeigt Haarp überhaupt erst eine Wirkung (wenn es aktiv ist), denn dieser Teil der Atmosphäre wird wegen der dort anzutreffenden Ionen auch Ionosphäre genannt. Leider gibts mehr als genug Leute, die glauben, dass die niedrigen Wolken über ihren Dorf von Haarp gesteuert werden. Weit gefehlt, bis zu den normalen Wolken des Wetters sind noch 70 KM Platz, und die Strecke zwischen Dorf und Haarp in Alaska kommt auch noch hinzu. Weiter wird von Chemtrail-Gläubigen auch gerne eine Sendung mit Professor Heinz Haber über Wettermanipulation erwähnt, doch sagt Haber ausdrücklich, das man die Partikel zur Reflexion des Sonnenlichtes in eine Höhe von mind 50 Kilometer ausbringen müsse, diese Höhe sei (für das Gelingen) kritisch. 50 - Kilometer, da befinden wir uns quasi in der "Mitte" zwischen Boden und Weltraum. Nun das nächste Beispiel: Das Video von den Lego-Raumschiff an einem Wetterballon - dieser Ballon erreichte nach den Angaben des Machers eine Höhe von 37 Kilometer, das ist durchaus realistisch - und das Video sah doch schon so aus, als wenn es "im Weltraum" gewesen wäre. Die nächste Etappe: Vorgestern sprang Felix Baumgartner aus einer Höhe von fast 22 Kilometern aus einer an einem Ballon hängenden Kapsel, das war ein Testsprung zur Vorbereitung auf seinen Weltrekordversuch, den er aus einer Höhe von 37 Kilometern machen will um als erster Mensch ohne Flugzeug oder Rakete die Schallmauer zu durchbrechen. In etwa dieser Höhe bei 20-25 Kilometer können Kampfjets maximal fliegen. Diese Höhe ist auch deswegen interessant, weil die Chemtrail-Anhänger gerne auf Studien über das "Ausbringen von Aerosolen in der Stratosphäre" verweisen, in denen aber eigentlich diese Höhe (meistens werden 25-30 KM Höhe angegeben) gemeint ist. So hoch fliegt aber kein normales Verkehrsflugzeug, die Reisehöhe der Verkehrsflugzeuge ist zwischen 9 und 11 Kilometern, technisch könnten sie max. 14 KM Höhe erreichen.
Und schliesslich: das uns allen am naheliegenste Beispiel: In der Höhe von 1-10 Kilometern spielt sich größtenteils unser alltägliches Wetter ab.
Zurück zum ATREX-Experiment
Chemtrails made by NASA:
Wenn das Wetter es erlaubt (Der Starttermin wurde inzw. zweimal verschoben, ich schreibe diesen Artikel weil es eigentlich heute geschehen sollte), werden morgen Nacht von den Wallops-Islands (Virginia) fünf Höhenforschungsraketen des Typs Black Brent in kurzen Abständen gestartet werden, um über den Atlantik ab den Höhen zwischen 80 bis 150 Kilometern an geplanten Orten Trimethylaluminium (TMA) - auszusetzen. (Ja, liebe "Chemmies", das ist eine Form von Aluminium - aber lest bitte weiter, bevor Ihr in Begeisterung verfallt)
Auf dieser Karte sind die geplanten Orte zum Auslassen der Chemikalie und die Beobachtungspunkte eingezeichnet:
Wer sich also zufällig an der Ostküste der USA befindet, sollte sich das nicht entgehen lassen, das wird eine beeindruckende Ligth-Show geben. Aber viel wichtiger ist, das man durch dieses Experiment einer der rätselhaftesten Schichten unserer Atmosphäre besser verstehen wird.
Bei den Abstürzen des Satelliten RoSat und der Marssonde Phobus-Grunt fragten viele "Warum kann man das mit der heutigen Technik nicht genauer vorhersagen?". Das hat viele Gründe, und als zufällig am Heiligabend eine Sojus-Endstufe über Mitteleuropa verglühte, waren diese Fragen besonders laut. Der niederländische Amateur-Astronom Marco Langbroek erklärte es imho am besten, der Weltraumjournalist Daniel Fischer schwitze Wasser und Blut in seiner Live-Verfolgung (Danke dafür nachträglich) und auch ich schwitzte etwas in diversen Foren.
Man spührt die vorhandene Wissenslücke, wenn man sich mit diesen Bereich der Atmosphäre beschäftigt.Wie soll man einen Wiedereintritt eines Satelliten vorhersagen können, wenn schon am Anfang des Wiedereintritts solche kilometerbreiten, aber unerforschten Schichten mit extremen Winden Einfluss nehmen? (von anderen Problemen - Stichwort "Klima" ganz abgesehen, aber das würde hier zu weit führen)
Einfach gesagt. Wir wissen zuwenig über diese Winde in den höchsten Schichten der Atmosphäre. Dieses Experiment wird uns mehr Wissen über diese Grenzschicht zwischen Weltraum und Himmel bringen.
Die Nasa veröffentlicht dazu auch noch dieses Video:
Aber Trimethylaluminium - ist das nicht wahnsinnig gefährliches Zeug?
Ja, diese Chemikalie ist im Labor extrem riskant, so schreibt z.B. die deutsche Wikipedia: "Die Flüssigkeit geht an der Luft spontan in Flammen auf und reagiert explosionsartig mit Wasser" (die englische Version ist ausführlicher). Im Labor möchte man natürlich vermeiden, dass es heftig knallt und brennt, wenn schon nur etwas Luft an diese Chemikalie kommt...
Aber wenn man Bilder aus kilometerweiter - also sicherer - Entfernung machen will, ist genau das ideal. Das Zeug lösst sich spektakulär selbst in seine Grundbestandteile auf, wenn es mit Teilen der Atmosphäre (Wasser oder Sauerstoff) in Kontakt kommt. Und die Grundbestandteile, in die es sich in mind. 80 Kilometern Höhe auflöst sind: Aluminiumoxid (hat ganz andere Eigenschaften als Aluminium, liebe Chemmies), Wasserdampf und Kohlendioxyd. Das Zeug pusten wir alle direkt oder indirekt jeden Tag in die unteren Luftschichten, die uns wesentlich näher sind - und atmen es ein!
Und jetzt mal ganz ehrlich...
Wo dieses Experiment stattfindet, das ist die Höhe, in der Meteore, Satelliten und Raketenstufen verglühen. Wer jetzt "Skandal" schreit, sollte überlegen, wieviel Raktenstarts die letzen Jahre, Monate, Wochen gemeldet wurden... Von jeder Rakete fallen ca. 95% wieder auf die Erde zurück. Und die Raketen bestehen nicht aus biologisch-abbaubaren Bio-Rohstoffen. Es kommt wesentlich mehr von da oben herunter, als man aus den Medien (egal ob alternativ oder Mainstream) erfährt, siehe diese Liste oder diese Grafik. Warum wird das nicht tagtäglich in den Nachrichten gemeldet? Weil das meiste in der Atmosphäre verglüht oder durch sie neutraliert - also in ungefährlichere Bestandteile zersetzt wird. Und was auf natürlichem Wege über Meteoriten und Staub täglich herunterkommt, ist gar nicht mitgezählt.
Jeden Tag fallen geschätzte 40 tonnen Meteroitenstaub inform von Mikrometeoriten auf die Erde herab - ohne das wir deren Zusammensetzung kennen. Die Atmosphäre schütz uns sehr effektiv von allen möglichen Kometenstaub, Mikro-Meteoriten etc.
In unserer Kultur gilt es ja sogar als ein Zeichen von Glück, wenn man sowas als Sternschnuppe herunterkommen sieht.
Kaum jemand weiss z.B, das die Ausdünstungen von Kometen zu einem Grossteill aus Cyanwasserstoff (aka Blausäure) bestehen - das ist ein chemisch sehr einfaches Molekül und deswegen im Weltraum gar nicht mal so selten. Solches Zeug regnet andauernd vom Weltraum auf uns herab. Die gefährlichen Moleküle überleben aber glücklicherweise die chemischen und physikalischen Vorgänge in unserer fast hundert kilometer dicken Atmosphäre nicht....
Mal ganz einfach gefragt:
Wenn es in einer Chemie-Fabrik 100 Kilometer entfernt ein Unfall gibt - sowas kommt ja durchaus mal vor - machst Du dann die Fenster und Türen zu und gehst nicht mehr raus? Dieses Experiment wird in 80-90 KM Höhe über den Atlantik an der US-Ostküste stattfinden also praktisch am anderen Ende der Welt.
Dieses Experiment wird unser Planet ziemlich locker verschmerzen können, zumal es nicht das erste mal ist, das man sowas macht. Und wer sich gerade an der Ostküste der USA befindet, der bekommt garantiert eine tolles Feuerwerk zu sehen. Achja, in Feuerwerkskörern steckt ja auch oft die andere "Chemtrail-Chemiekalie" namens Barium drin.
Also ich drücke die Daumen, dass das Wetter gut genug ist. Es soll sich ja auch lohnen, denn je besser das Wetter und je besser die erforschten Daten, desto mehr lernen wir über die Winde in dieser ziemlich unbekanten Schicht der Atmosphäre.
______ Update _______
Inzwischen ist das experiment durchgeführt worden, nachdem es mehrmals wegen schlechter Witterungsbedingungen und einmal wegen Fischerbooten in der Sperrzone verschoben werden musste. Diverse Chemtrail- und Haarp-Gläubige vertreten ja die Meinung, das Wetter werde bereits jetzt kontrolliert und es fände sogar ein geheimer "Wetter-Krieg" statt. Tja, dann verstehe ich aber nicht, dass sie den Start für dieses Experiment wegen den ungünstigen Wetterbedingungen so oft verschieben mussten.
Über das HAARP-Projekt gibt es viele Gerüchte auf dubiosen Verschwörungsseiten. Man sagt, es sei ein Geheimprojekt des amerikanischen Militärs, es sei für seltsame wetterphänomäne wie regelmäßige Wolken veranwtortlich, eine Erdbebenwaffe oder man würde damit sogar Gedankenkontrolle ausüben.
Dazu nimmt Prof. Harald Lesch in diesen 15 Minuten Stellung.
Lesch sollte es wissen, sein Diplomstudiem beendete mit einer Arbeit zu „Sonnenwind-Wechselwirkung mit dem interstellaren Medium“, er arbeitete jahrelang am Max-Plank-Institut für Radioastronomieund habliliterte über „Galaktische Dynamik und Magnetfelder".
Also weiss er, was man mit Radiowellen innerhalb und ausserhalb der Atmosphäre machen kann und was nicht. Und Haarp ist nichts anderes als ein Radiosender, wenn auch ein sehr spezieller.
Um bei der Gelegenheit mal mit ein paar Mythen um HAARP aufzuräumen...Mythos 1: HAARP ist GEHEIM und da passieren GEHEIME EXPERIMENTE:
HAARP is not classified. There are no classified documents pertaining to HAARP. The Environmental Impact Process (EIP) documents have always been, are now, and will always be completely descriptive of the program in its entirety. The EIP documents are a matter of public record.
Quelle: http://www.haarp.alaska.edu/haarp/faq.html
... Nichts an Haarp ist geheim, und das US-Amerikanische Militär ist an den Untersuchungen dort nur beteiligt. die Federführung haben Universitäten.
Mythos 2: "Aber das EU-Parlament, das hat..."
... ja da denkt man einen vollen Plenarsaal mit streitenden Abgeordneten, flammenden Reden etc.
Tatsächlich wurde in einer regelmäßigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sicherheit und Aussenpolitik - bestehend aus ca. zwei Dutzend Abgeordneten - von irgendjemanden ein "Haarp-Experte" eingeladen - und zwar ausgerechnet Nick Begich jr., ein Autor eines HAARP-Verschwörungsbuches. Der hat dann vor den Ausschuss das wichtigste aus seinem Buch erzählt - und das wars´s. Man einigte auf eine Entschluss-Empfehlung inder man die USA um mehr transparenz bittet (Weil sie keinen Vertreter zur Anhörung schickten) und befreundete Staaten fragt, ob sie denn nicht mehr darüber wissen und Spielereien mit der Atmosphäre nicht gut heisst.
Was Begich alles erzählte, steht zwar im Protokoll, floss aber so nicht in die Entschlussempfehlung ein. Die Entschlüsse wurden wohl vom EU-Parlament im Halbschlaf abgenickt, wie es allgemein üblich ist, bei Themen, welche die Masse der Parlamentarier nicht interessiert. Dafür hat man ja die Ausschüsse, die sich mit sowas auseinandersetzen.
Das Protokoll dieser Sitzung gibt es hier.
Wenn man noch nie so ein Ausschussprotokoll gelesen hat, kommt einen das sehr mächtig und wichtig vor, das muss man aber auch lesen können, da steht erstmal, wer alles da war, was man den Parlament empfiehlt und dann, was alles zum Thema gesagt wurde. Ein Satz kann sich da über mehrere Seite ziehen, z.b. die Entschlussempfehlung beginnt mit "Das Europäische Parlament..." zieht sich über eine Seite mit Spiegelstriche, dann die Punkte mit Buchstaben davor. Später wird aufgezählt, wer was im Ausschuss vorgetragen hat, aber das sind nur die "Anlagen" zum Entschluss.
Entschluss dieses langen Protokolles bezogen auf HAARP ist nur dieser Passus:
hält HAARP (High Frequency Active Auroral Research Project) wegen der weitreichenden Umweltauswirkungen für eine globale Angelegenheit und fordert, die rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen, bevor weitere Forschungsarbeiten und Versuche stattfinden; bedauert die wiederholte Weigerung der Regierung der Vereinigten Staaten, einen Vertreter zu der öffentlichen Anhörung oder den folgenden Sitzungen seines zuständigen Ausschusses über die Auswirkungen des Forschungsprogramms über hochfrequente Strahlen (High Frequency Active Auroral Research Project - HAARP), das gegenwärtig in Alaska durchgeführt wird, zu entsenden;
28. fordert die STOA-Lenkungsgruppe (Scientific and Technological Options Assessment) auf, ihre Zustimmung zu geben, daß die wissenschaftlichen und technischen Beweise, die in allen vorliegenden Forschungsergebnissen über HAARP vorliegen, untersucht werden, um die genaue Art und das Gefährdungspotential, das HAARP sowohl für die lokale als auch für die globale Umwelt sowie für die Gesundheit der Menschen generell darstellt, zu ermitteln;
29. fordert die Kommission auf, in Zusammenarbeit mit den Regierungen von Schweden, Finnland, Norwegen und der Russischen Föderation die Auswirkungen des HAARP-Pro-gramms auf die arktischen Gebiete Europas unter den Aspekten Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung zu untersuchen und dem Parlament über die Ergebnisse zu berichten;
Der ganze Rest ist - im wahrsten Sinne des Wortes - "für´s Protokoll".
Ich kann ja verstehen, dass die Haarp-Gegner sich mehr auf den Rest mit den Satellitenwaffen etc. stürzen, aber das ging alles nicht in den Entschluss ein. Und wie jeder merken konnte, passierte nach den Entschluss nichts mehr, sonst hätten es die HAARP-Gegner breitgetreten...
Mythos 3: Auf Radarbildern bewirkt Haarp seltsame Kringel und Kreise:
Das ist sind falsche Radar-Echos von Wetterradarstationen. Wenn man genauer nachforscht, wird man mit sicherheit feststellen, dass sich genau im Zentrum des Kreises eine Wetterradarstation befindet.
Das heisst nicht, dass dort ringförmige, oder spiralförmige Wolken sind. Das solche Fehldaten auf Wetterseiten mal durchrutschen, kommt relativ häufig vor, Wetterstationen filtern diese fehlinterpretatierten Daten meistens raus, aber in den Rohdaten einzelner Stationen existieren sie noch weiter, und wenn sie gefunden werden, heisst es immer "Haarp!!!" ;-)
Ein weltweit bekanntes Beispiel waren die Spiralen über Australien: Auf einmal tauchen über den wichtigsten Städten von Australien solche Spiralen auf, obwohl niemand Wolken in dieser Kreisformation sieht. Alle diese misteriösen Spiralen befanden sich genau um Radarstationen.
Radar-Störungen über eine Karte mit den betreffenden Radarstationen gelegt. Beispiel von der empfehlenswerten Seite forgetomori.com
Mythos 4: Haarp beeinflusst das Wetter, man sieht es an seltsam strukturierten, unnatürlichen Wolken
Erstmal kann es das gar nicht. Haarp regt durch seine wechselnde Elektromagnetische Strahlungen Ionen in der Ionosphäre zum Schwingen an. Und die befinden sich - nomen est omen - in dier Ionosphäre. Die Beginnt ab einer Höhe von 80 Kilometern und reicht bis in den Weltraum. Selbst die ISS, das Shuttle und viele Satelliten befinden sich noch in diesen Bereich, den man Ionosphäre nennt.
Ein Ionosphörenexperiment des Shuttles habe ich hier schon mal beschrieben: Chemtrails im Weltall - geheime Shuttle-Experimente Unser Wetter findet in der Tropopause genannten Atmosphärenschicht statt, die reicht gerade mal bis in 10 Km Höhe. Größere Ansammlungen von Ionen, die dort auftauchen nennt man Gewitter ;-)
Seltsam anmutende Wolkenformation sind nicht künstlich, sowas bekommt die Natur von ganz alleine hin, denn die Luft ist genauso wie Wasser auch nur ein Element, dass Strömungen unterliegt, und da kann es bei regelmässigen Strömungen verursaucht z.B. durch Gebirgen zu Interferenzen kommen. Beim Wasser würde das niemand seltsam vorkommen, warum soll es am Himmel bei Wolken seltsam sein? Sogenannte Schwerewellen werden häufig als "Haarp-Wolken" gedeutet, sind aber ein völlig normales Meteorologisches Phänomen:
Schwerewelle, engl. "Gravity Wave" - Bild von Wikipedia
aus einen historischen meteorologischen Buch "Cloud Studies" by Arthur W. Clayden - zu dieser Zeit gab es noch kein Haarp.
Mythos 5: "Aber wenn ein Erdbeben irgendwo stattfindet, war HAARP aktiv"
Das bringt man dann meistens mit den Haarp-Magnetometer in Verbindung, dass praktisch immer bei starken Erdbeben irgendwelche Peaks zu diesen Zeitpunkt zeigt. Aber wer das als Beweis sieht, das Haarp zu diesen Zeitpunkt "gerade Aktiv" und der Auslöser sei, verwechselt Ursache und Wirkung.
Ein Magnetometer ist ein Messgerät wie ein Thermometer, es misst Schwankungen im Erdmagnetfeld, wie ein Thermometer Schwankungen der Temperatur misst. Das heisst also nicht, dass Haarp zu diesen Zeitpunkt aktiv ist, wenn dort ein Ausschlag zu sehen ist.
Das ein starkes Erdbeben auswirkungen auf das Magnetfeld hat, ist auch logisch, wenn man bedenkt, dass sich die seismische Schockwelle durch die gesamte Erde fortpflanzt - eben auch durch den flüssigen Teil des Eisenkerns, der das Erdmagnetfeld erzeugt.
Mythos 6: "...aber eine Doku auf n-TV zeigt, wie mit Haarp und Chemtrails das Wetter manipuliert wird."
Das ist leider einfach nur eine schlechte Infotainment-Doku. Sie stammt vom History-Channel und ist aus der Reihe "That´s impossible" - Nomen est omen. In dieser Doku kommen sämtliche Verschwörungstheoretiker zu Wort, die mit Haarp in Verbindung gebracht werden können und werden dort als "Experten" angepriesen. z.B. der Ufologe Nick Pope, Nick Begich Freie Energie Anhänger und Esoteriker , und Jerry E. Smith dessen publizierten Bücher alle mit Haarp oder schwarzen Helicoptern zu tun haben. Besondere Krönung ist der Geologe Brooks Agnew, der immer mit "Phoenix Science Institute" untertitelt wurde. Das klingt beeindruckend, aber dieses Institut besteht nur aus zwei Personen und wurde von Agnew selbst gegründet. Dieses Institut sucht übrigens seit Jahren Geldgeber für eine millionenschwere Expedition zum Nordpol, wo sie den Eingang zur hohlen Erde vermuten. Nebenbei betreibt Agnew übrigens ein Truther-Onlineradio.
Zum Thema Haarp gibt es bei Hoaxilla ein schönes Audio-Podcast - Empfehlenswert!
Erstmal sorry für die Länge und die seltsame Struktrierung dieses Textes. Mir ging es darum ein paar Forumsbeiträge zu sammeln und zu strukturieren, damit sie in den Endlos-Thread, aus dem sie stammen, nicht völlig untergehen. So bastel ich aus ca. einem dutzend dieser Beiträge einen Artikel für diesen Blog.
Bitte auch auf die Links im Fliesstext achten, hier verlinke ich ausnahmsweise etwas mehr als üblich.
Zur Einleitung...
Es gibt eine Bürgerinitiative namens "Sauberer Himmel", die vom Rechtsanwalt Dominik Storr (im folgenden Text gerne und oft "Lieblingsanwalt" genannt) und den ehemaligen Greenpeace-Aktivisten Werner Altnickel gegründet wurde. Sauberer Himmel setzt sich "für einen Himmel ohne chemische Wolken" ein und meint natürlich die Chemtrails und HAARP. Dabei scheut man sich nicht, konkrete Namen zu nennen, z.B. Fluggesellschaften beim Namen zu nennen und ihn beteiligung an einer "Weltweiten Chemtrail-Mafia" vorzuwerfen. Die Aktivitäten dieser Bürgerinitaitve beschränkten sich bisher nur auf briefliche Anfragen des Rechtsanwalts an diverse Behörden und Institutionen und Aufrufe an die Leser/Mitglieder, diese Institutionen mit kritischen Anfragen zu überhäufen, also zu "spammen". Spektakulär bis lächerlich war eine Aktion, in der Werner Altnickel todesmutig mit seinen Campingbus vor die Hamburger Greenpeace-Zentrale fuhr und ein Banner für ein Photo auf dem Dach des Campingbusses spannte. Die Aktion dauerte nur ein paar minuten und ist eigentlich nichts anderes als ein schönes werbefoto für die Bürgerinitiative, mehr kam dabei nicht raus.
Merkwürdig an dieser Bürgerinitiative ist, dass sie ihr Aufklärungsmaterial relativ teuer verkauft, Flyer und Aufkleber kosten Geld und der vergleichsweise hohe Preis wird auf der Seite nicht mal genannt!!, sondern muss erfragt werden. Noch merkwürdiger ist, dass eine Bürgerinitiative normalerweise eine aktive Community ist, davon ist bei dieser Bürgerinitiative aber wenig zu merken, anfangs wurden sogar die Treffpunkte der regionalen Stammtische nur gegen Email-Anfrage bekanntgegeben, damit die Gruppe nicht "unterwandert" werden kann.
Es ist in letzter Zeit ziemlich still um diese Bürgerinitiative geworden, doch in den letzten Tagen legt sie wieder los. Hier möchte ich die größten Patzer dieser selbsternannten Aufklärer der letzten Tage aufzeigen...
Sauberer Himmel und die Logik - ein leidvolles Thema
Vorausgehend gab es zwischen der Bürgerinitiative und den Deutschen Wetterdienst einen zähen Briefverkehr indem der Anwalt zum Beispiel auch damit drohte, mit "der Wahrheit" an die Öffentlichkeit zu gehen, diversen Organisationenen zwischen den Zeilen "Mittäterschaft" vorwarf und Belege dafür forderte, dass es keine Chemtrails gibt.
Jo, da ham´wir das Problem. "Ich fordere Beweise, dass es etwas nicht gibt"
Jetzt frohlockt unser Lieblingsanwalt, denn das Bundesumweltamt hat nun endlich geantwortet und - aus Sicht Storrs - zugegeben, dass es keine Chemtrail-Bestandteile misst und nicht ausschliessen kann, dass es Chemtrails gibt...
Antwort des Meteorologischen Observatoriums des Deutschen Wetterdienstes auf unser Anwaltsschreiben vom 28.10.2011
Bei unserem Rechtsanwalt ist das lang ersehnte Antwortschreiben des Meteorologischen Observatorium des Deutschen Wetterdienstes eingegangen. Und wir sind erfreut, dass die Antwort ehrlich ausfällt. Denn das Meteorologische Observatorium räumt in seiner Antwort ein, dass es nicht ausschließen kann, dass chemische Wolken versprüht werden, da es nicht zum Forschungs- und Messprogramm des Observatoriums gehöre, sich mit dieser Fragestellung zu befassen.
Das ist das bei der Bürgerinitiative immer wieder auftauchende Problem mit der Logik, denn man kann die Nichtexistenz von irgendetwas eben nicht ausschliessen, das ist einfachste Logik.
Genauso wie niemand ausschliessen kann, dass es ein unsichtbares Einhorn gibt, dass schlechte Anwälte frisst... Also los, beweist mir, dass es so ein unsichtbares Einhorn nicht gibt! Ihr findet keinen Beweis, das es solche Einhörner nicht gibt? Dann muss es ja diese unsichtbaren Einhörner geben! So einfach kann die Welt eines Anwalts sein, der noch nicht von einen unsichtbaren Einhorn gefressen wurde...
Ähnliche Aufforderung, Beweise für die Nichtexistenz von Chemtrails zu liefern - in einen geradezu drohenden Ton - verschickte unser Lieblingsanwalt bereits an andere Institutionen. Die aktuelle Antwort des Deutschen Wetterdienstes lässt ihn zu einer Zusammenfassung der bisherigen Antworten hinreissen...
Wir fassen zusammen:
Die Deutsche Flugsicherung hatte mitgeteilt, „dass von der Deutschen Flugsicherung nicht festgestellt werden kann, ob Flugzeuge irgendwelche Substanzen ausbringen.”
Das Luftfahrt-Bundesamt möchte mit dem Thema „Chemtrails“ nichts zu tun haben. Das Amt erwähnte uns gegenüber mit keinem Wort, dass es die so genannten ”Chemtrails” nicht gibt.
Das Meteorologische Observatorium des Deutschen Wetterdienstes räumte in seiner Antwort ein, dass es nicht ausschließen kann, dass chemische Wolken versprüht werden.
In einem Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung heißt es: „Im Bundesministerium der Verteidigung wird am Thema „Chemtrails“ nicht gearbeitet.“
Auf die Antwort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. warten wir noch.
Fazit:
Das Umweltbundesamt steht bereits jetzt ziemlich alleine da. Trotz unzähliger Anfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern bleibt das Umweltbundesamt beim Thema “Chemtrails” seit vielen Jahren praktisch untätig, obwohl die oben genannten Behörden nicht ausschließen können, dass chemische Wolken versprüht werden. Das Umweltbundesamt sieht jedoch keinen Anlass, Schwermetalle wie z.B. Aluminium, Barium und Strontium in der Luft zu messen. Die Aufgabe des Luftmessnetzes des Umweltbundesamtes bestehe nämlich lediglich darin, Messverpflichtungen Deutschlands zu erfüllen, die entweder aus der Unterzeichnung internationaler Abkommen oder der EU-Gesetzgebung resultieren. Messprogramme, Messparameter und Messverfahren würden von internationalen Experten festgelegt werden. Für die Parameter Aluminium, Barium und Strontium ergäbe sich daraus kein Messbedarf - auch wenn dies unzählige Bürgerinnen und Bürger fordern. Ein Grund mehr, sich dem Protest-Brief an das bisher untätige Umweltbundesamt anzuschließen.
Abgesehen, davon, dass der Rechtsanwalt übersieht, dass das Bundesumweltamt eine Behörde ist und selbstverstndlich nur das zu messen hat, was das Gesetz erlaubt - denn wo kämen wir da hin, wenn eine von Steuergeldern finanzierte Behörde machen würde, was irgendjemanden gerade einfällt und Messungen zu Stoffen durchführt, die offensichtlich Spinnereien von Verschwörungsfreaks sind und deshalb reine Steuergeldverschwendungen wären..
Hier übersieht der Anwalt etwas grundlegendes
Es wird zwar nicht gezielt nach den vermuteten Chemtrail-Inhaltsstoffen wie Aluuminium und Barium gesucht, aber wenn da jemand was heimlich versprüht, es würde bei den Feinstaub- und Aerosol-Messungen auffallen.
In den Antwortschreiben des deutschen Wetterdienstes wird explizit diese Seite hier erwähnt:
dort findet man unter den Menuepunkt "Aerosole" folgendes:
Am Meteorologischen Observatorium Hohenpeissenberg werden wichtige Charakteristika der atmosphärischen Partikel langfristig überwacht und untersucht. Das Messprogramm umfasst, meist redundant und nach physikalisch verschiedenen Prinzipien:
- Anzahl der kleinsten messbaren (ultrafeinen-, Nano- oder Nukleations-)Partikel ab 3 nm und zusätzlich ab 11 nm Durchmesser (Butanol-Kondensationspartikelzähler)
- Anzahl und getrocknete Größenverteilung der Partikel zwischen 11 nm und 900 nm (SMPS) sowie zwischen 100 nm und 7.5 µm und zwischen 250 nm und 30 µm (optische Partikelzähler)
- Gesamtmasse der Partikel und Masse der Partikel <10 µm (PM10) durch TEOM
- Masse lichtabsorbierender Partikel bzw. Ruß (MAAP, Aethalometer)
- Absorptionskoeffizient lichtabsorbierender Partikel bzw. Ruß (MAAP, Aethalometer)
- Streukoeffizient der getrockneten Partikel (Nephelometer)
- Aerosol optische Dicke (Filterradiometer)
- Vertikalprofil des Rückstreukoeffizienten (Ceilometer)
- Chemische Zusammensetzung des Aerosols (Kationen, Anionen) in 4 Größenklassen, Schwermetalle
Das Messprogramm wurde 1995 im Rahmen des Global Atmosphere Watch Programms (GAW) gestartet und seitdem kontinuierlich den Erfordernissen bzw. dem Stand der Wissenschaft angepasst.
Bei diesen Messungen würden alle Stoffe, die irgendwie "gesprüht" werden, auffallen!
Der Vollständigkeit halber hier das Antwortschreiben des DWD. Zum Vergrössern bitte auf die Grafiken klicken:
Gerade die Passage, das man keine Mitarbeiter habe, die sich mit den versprühen chemischer Wolken befasst, könnte man auch volkstümlich so ausdrücken.
Die haben eben keine Märchenabteilung...
... genausowenig wie zoologische Institute keine Biologen haben, die sich um unsichtbare Einhörner kümmerern, welche bevorzugt schlechte Anwälte verspeisen...
Fernseh-Legende Prof. Heinz Haber und die künstliche Wettermanipulation:
Man entdeckt bei der Bürgerinitiative den legendären Professor Heinz Haber, der hat vor ca. 50 Jahren in einer Serie "Was sucht der Mensch im Weltenraum" in einer Folge von möglichen Wettermanipulationen gesprochen. Natürlich verlinkt der Lieblingsanwalt nur das kurze YouTube-Schnipselchen aus der Sendung, das vor einem halben Jahr in der Chemtrail-Szene schon kursierte und offensichtlich von einem Anhänger der Chemtrail-Hypothese zusammengeschnitten wurde.
Das ist aber nur ein kurzer Ausschnitt einer 30-minütigen Sendung. Über Wettermanipulation redet er nur am Ende dieser Sendung, Haber beschreibt ein Problem: Es gibt nur 2 Möglichkeiten, das Klima zu beeinflussen. Man muss der Atmosphäre Energie zuführen bzw. Energie entziehen - im gigantischen Ausmass. Die erste Möglichkeit wäre das ausbringen von Kondensationskeimen - und das wird ja im kleinen Rahmen gemacht, Stichwort Hagelflieger Die zweite Möglichkeit wäre, eine Sonnenlicht-reflektierende Schicht in die Atmosphäre zu bringen - da wird der Chemmie natürlich hellhörig, überhört aber konsequent das, was danach kommt. Haber spricht davon, z.B. Aschepartikel in die Atmosphäre zu bringen und zeigt eine Skizze. Man müsse diese Schicht in 80 KM höhe bringen - er sagt ausdrücklich "Diese Höhe ist kritisch" - und schlägt vor, dazu Raketen zu nehmen - denn 80 KM - so hoch fliegt keine Ryanair-Maschine. Desweiteren redet er in der gesamten Sendung von einer "Wettermaschine", das kann im kurzen Ausschnitt sonderbar klingen. Schaut man die ganze Sendung wird aber klar, dass er mit "Wettermaschine" die natürlichen Vorgänge in der Atmosphäre meint. Am Ende sagt er "Ich glaube, dass es möglich sein wird - in den nächsten 50 oder 100 Jahren - das Wetter und das Klima künstlich zu steuern". Tja.... "Glaube". Da hat sich der geschätzte Professor Haber zumindest verschätzt... Die ganze Sendung und nicht nur den für Chemtrailer interessanten Ausschnitt gibt es hier zu sehen. Absolut sehenswer! Auch wenn es mehr um Wettersatelliten als um Wettermanipulation geht.
Sauberer Himmel und zweifelhaften Quellen: Hier liste ich nun hintereinander ein paar interessante Verweise der letzten Woce von sauberer-Himmel auf - immer getrennt von einen -------- Schnipp --------- Da wird ein Beitrag des Magazin 2000+ gefeatured, indem HAARP für Wetterkatastrophen und sogar Flugzeugabstürze veantwortlich gemacht wird. Magazin 2000+ ist ein Pseudowissenschafts-Blättchen mit Kontakten zur KRR! Das sind Leute die meinen, das "Deutsche Reich" existiere noch und sie seien die legitimen Vertreter. Sauberer-Himmel schreibt:
„Globales Wetterchaos und ungeklärte zivile Flugzeugabstürze – Folge militärischen Wahnsinns?“ Mit dieser Überschrift ist ein Beitrag zum Thema HAARP im Magazin 2000plus / Nr. 177 erschienen, den wir mit freundlicher Genehmigung des Verlages veröffentlichen dürfen. Vielen Dank!
Wikipedia (nicht das von vielen Leuten kategorisch abgelehnte Esowatch/Psiram) schreibt über dieses Magazin: "Kommissarische Regierung des Deutschen Reiches Die heutige Verlegerin Ingrid Schlotterbeck bezeichnet sich seit 2001 als Außenministerin der Kommissarischen Regierung des Deutschen Reiches, ihr Mann Rolf Schlotterbeck als Wirtschaftsminister. In den Sondernummern (Extra 1 und Extra 10) der Zeitschrift erschienen ein Interview und Artikel mit dem „Erfinder“ der „kommissarischen Reichsregierung“ Wolfgang Gerhard Günter Ebel."Wikipedia: Magazin_2000plus ... und der von sauberer-himmel gefeierte Artikel ist aus Heft #177 aus dem Jahre 2002 - das Jahr mit der großen Flutkatastrophe in Ostdeutschland:
Der Autor des 10-Jahre-alten Artikels aus den magazin 2000+ hat einen eigenen und nicht gerade kurzen PsiRam/Esowatch-eintrag: http://www.psiram.com/ge/index.php?title=Hans-Peter_Thietz -------- Schnipp --------- ... Wenn man bei sauberer Himmel schon dabei ist, den Eso-Zeitwschriftensumpf abzugrasen, dann darf die Lieblingszeitung der Chemtrailer nicht fehlen, die hat das ja in Deutschland erst bekanntgemacht - "Raum & Zeit"
„Uranmunition, HAARP und Chemtrails – Was Greenpeace verschweigt“ In der raum&zeit (Ausgabe 175/2012) ist ein Beitrag über die Aktion für einen sauberen Himmel vor der Greenpeace-Zentrale in Hamburg erschienen.
... in diesen einseitigen Artikeln wird nicht nur das lustige Bild vom Altnickels-Campingausflug nach Hamburg zur Greenpeace-Zentrale gezeigt, sondern auch Werbung für Rosalie Bertells Buch gemacht. Für das unser Lieblingsanwalt ein Kapitel auf deutsch beigetragen hat, und das auf sauberer-Himmel.de reichlich beworben wird. Wie nett von der Zeitschrift Raum&Zeit! Als Quellenangabe gibt Raum&Zeit übrigens infokrioeg.tv an. -------- Schnipp --------- Und noch eine sehr zweifelhafte Quelle wird als höchstkompetente Meinung präsentiert. Sauberer Himmel schreibt:
Harvard-Absolvent: Chemtrails machen Menschen anfälliger für Infektionen Der Harvard- Absolvent Dr. Leonard G. Horowitz ist der Auffassung, das Versprühen von Chemtrails sei dafür verantwortlich, dass die Menschen immer anfälliger für Infektionen werden und zwar abhängig davon, welchen chemischen Stoffen sie ausgesetzt seien. In dem Buch “Death in the Air: Globalismus, Terrorismus & Toxic Warfare” spricht er über seine Erkenntnisse zu diesem Thema.
Der "Harvard-Absolvent" ist Zahnarzt. Und wenn man seine Webseite anschaut, ist er nicht nur neben- sondern hauptberuflich auch noch AIDS- und Impfleugner. Siehe Wikipedia: Leonard_Horowitz Auf seiner Homepage geht´s noch bunter zu: http://www.drlenhorowitz.com/ Da fehlt eigentlich keine Verschwörungstheorie. Vorsicht! Das Layout der Seite kann zu bleibenden ästhetischen Störungen führen. Wesentlich ruhiger sieht seine Shop-Seite auf. Klar, da muss man ja den Warenkorb-Link finden können. Er verkauft so ziemlich alles, was es in der Esoszene gibt. Natürlich am meisten Nahrungsergänzungsmittel. Auch nach Methoden des "Wasser-hat-angst-vor-Hitler"-Guru Masaru Emoto behandeltes heiliges Hawaii-Wasser... Sein Shop ist hier: http://www.healthyworldstore.com/ Auch mal durch die Rubriken links klicken, unter "Equipment" gibts z.B. Orgonkegel ...aber immerhin ist er Harvard-Absolvent, wie man bei sauberer-himmel.de so schön betont! -------- Schnipp --------- Sauberer Himmel präsentiert den heldenhaften serbischen Chemtrail-Bekämpfer ... den hatten wir in meinen momentanen Lieblingsforum schon ein paarmal, es handelt sich um Nikola Aleksic, dessen Video mit Hasstiraden gegen die NWO bei den Chemtrailer als Staatsakt gefeiert wurde, weil es so offiziell aussah, was zwei Fahnen hintern Schreibtisch doch für Eindruck machen können.
Sauberer-Himmel.de schreibt:
The Ecological Movement of Novi Sad: “Chemical Trails As A Global Environmental Threat” Auch in Serbien organisiert sich der Widerstand gegen das Versprühen von chemischen Wolken. Auf der Webseite der Ecological Movement of Novi Sad finden Sie eine schöne Zusammenfassung zum Thema “Chemtrails”. Lesen Sie hierzu auch “Nikola Aleksic, Serbian ecology leader arrested for openly defying GMOs and chemtrails”.
Der zuletzt verlinkte Artikel behauptet tatsächlich dass dieser Held Serbiens von Monsato persönlich eigeknastet wurde und noch in Haft ist, in Wirklichkeit war das etwas anders. Herr Aleksic demonstrierte vor den Parlament, da gibt es sowas wie eine "Bannmeile" und wurde in Gewahrsam genommen. Am selben Tag liess man ihn frei... darüber berichtete ich schonmal hier: Diskussion: Chemtrails Verhaftet? Noch in Haft? aber komisch, dass auf der webseite seiner Umweltorganisation ein TV-Auftritt mit einen späteren datum zu finden ist, und das es in der Google-Übersetzung heisst, dass er bei einer Demonstration vor dem Parlament verhaftet wurde und am selben Tag wieder freikam. Wohl eher eine Festnahme wie durchaus hier auch bei Demonstrationen üblich und je östlicher, desto mehr üblich. Und der vielgelobte Text, den sauberer Himmel da auf der serbischen Seite verlinkt hat, ist abgewandelter Text, der seit Monaten schon durch diverse Blogs kursiert...Da werden Obskure Inhaltsstoffe der Chemtrails behauptet, zum Beispiel ausgetrocknete rote und weisse Blutkörperchen! ;-)))) Damit man sich über die "Wichtigkeit" dieser Organisation kein falsches Bild macht, amerikanische Truther-Seiten tun ja so, als sei das eine art "Yuguslavische Grüne Partei"
-------- Schnipp --------- Ein amerikanischer Wetterfrosch bestätigt Chemtrails & Haarp Dann muss ja was dran sein, denn was gibt es seriöseres als den Wettermann vom Fernsehen? sauberer-Himmel stellt einen amerikanischen "Wetter-fachmann" vor, der in Amerika für einen kleinen Lokalsender den Wetterbericht präsentiert und eine Chemtrail/Haarp-Seite hat. Sauberer Himmel schreibt:
US-TV-Meteorologe: “Die Kontrolle des globalen Wetters ist komplett” Der Wetterfachmann Scott Stevens beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wettermanipulation durch Chemtrails und HAARP und informiert darüber auf seiner Webseite http://weatherwars.info/. Dort sind die Wetterphänomene aufgrund chemischer und elektromagnetischer Einwirkungen ausführlich erklärt. Der US-TV-Meteorologe, der für den KPVI News Channel 6 arbeitete, ist aufgrund seiner Wetterbeobachtungen – speziell aufgrund von Satellitenbildauswertungen von neuartigen Wolkenbildungen – überzeugt, dass die derzeitigen Wetterphänomene beeinflusst und kontrolliert werden und zwar auf dem gesamten Planeten. (...)
Gut, dass man "Wetterfachmann" geschrieben hat, denn von einer Meterologen-Ausbildung finde ich zu diesen Herren nichts. Er ist aber in der amerikanischen Chemtrail-Szene schon länger bekannt. Er hat sogar einen Wikipedia-Eintrag, der handelt aber nur von seinen Verschwörungstheorien: Wikipedia: Scott_Stevens_(weatherman) Was für ein toller "Experte" für Satellitenaufnahmen er ist, sieht man auf seiner Homepage z.B. an sowas:
SOHO “Anomalies” In an Infinite Cosmos All Dreams Are True (...)
This looks freakishly like a massive, and I do mean massive antennae array. The physical dimensions?? Tens of thousand of miles across...
Noch mehr seiner Soho-Anomalien gibt´s hier: http://weatherwars.info/?page_id=225 Kurze Erklärung für Leute, die sich mit den sog. Artefakten solcher Bilder nicht beschäftigt haben. SOHO beobachtet die Sonne und ihre Umgebung. die hellen Punkte mit den seitlichen horizontalen Linien sind Planeten (meistens Merkur und Venus) deren Licht den CCD-Chip der Sonde übersteuert. Dadurch entstehen überladene Zeilen auf den CCD-Chip, die drei Strahlen rechts sind Spuren von Straahlungspartikeln, die immer wieder mal auftauchen,, auch auf die reagiert der CCD-Chip der Sonde. Aber klar, der Satelliten-Experte und Wettermann Scott Stevens weiss, das sind gigantische Antennnenanlagen!!! ... in diesem Lichte sollte man auch seine Haarp- und Chemtrail-Interpretationen betrachten. Übrigens durfte er in den TV-wetterberichten seine Chemtrail-Thesen nicht verbreiten. Hier gibt´s Bruchstücke eines Interviews mit diesen Möchtegern-Kachelmann aus den USA: http://idahofallstoday.com/scott-stevens-still-fighting-to-prove-weatherwars-theories/ -------- Schnapp --------- Ende des Blocks "seltsame Quellen" ------- ... ja, da haben wir ja alles, was Qualitätspresse nicht ausmacht, in einen schönen Rundumschlag fleissig bei sauberer-himmel beworben... Sauberer Himmel beschuldigt Fluggesellschaften Ach herrje, da macht unsere Lieblingsbürgerinitiative mal das, was man ihnen so oft vorgeschlagen hat, nämlich den Verursacher der Streifen ausfindig zu machen und die wetterdaten zu kontrolieren und dann machen Sie es nicht richtig... Sauberer-Himmel.de schreibt:
Fluggesellschaft Emirates auf frischer Tat beim Chemtrailing ertappt? Diese Bilder wurden am 8. Mai 2011 von einer Teilnehmerin der Bürgerinitiative Sauberer Himmel über der Stadt Hannover aufgenommen. Wie auf den Bildern zu sehen ist, kommen bei diesem Linienflugzeug der Fluggesellschaft Emirates auffällig dicke, weiße Strahlen fast direkt aus den Triebwerken. An jenem Tag war jedoch weder die Luftfeuchtigkeit besonders hoch, noch herrschten außergewöhnlich niedrige Temperaturen auf der Regel-Flughöhe (und selbst bei außergewöhnlichen Bedingungen – hohe Luftfeuchtigkeit und extreme Kälte – müsste die weiße Farbe des Kondensstreifens hinter dem Flugzeug deutlich intensiver sein als direkt am Triebwerk).
Ersteinmal fällt auf, dass man wohl bei diesen Bild die Belichtungszeit zu lang war, denn der Kondensstreifen ist deutlich überbelichtet. Dann verlinkt man die Wetterdaten dieses Tages - und was steht in den dort verlinkten Wetterdaten?. Das ab einer Höhe ab 6500 bis 11000 metern eine Temperatur zwischen -52 und -72 Grad Celcius herrschte. In den von sauberer-Himmel verlinkten Wiki-Artikel wird von Kondensstreifen ab einer Temperatur von -40 Celcius gesprochen...
Offenbar hat man nur in der Spalte für relative Luftfeuchtigkeit geschaut und sich über die dort sehr niedrigen Werte gefreut, aber die Spalte "Temperatur" dabei übersehen. bei so tiefen Temperaturen - wie geschrieben bis zu -72° Celcius ist die relative Luftfeuchtigkeit fast schon egal, denn so kalte Luft kann kaum noch feuchtigkeit binden. Jedes Flugzeug, dass zwangsläufig Wasser aus den Verbrennungsrückständen ausstösst, pustet mehr Feuchtigkeit heraus als die trockenste Luft bei dieser Temperatur halten kann. Und der erwähnte Abstand zwischen beginn des Kondenstreifens und Ende des Triebwerkes ist auch zu sehen. Offensichtlich weiss man über Flugzeuge so wenig, dass man nicht merkt, dass die Triebwerke vor der vorderen Flügelkante vorgelagert sind und das hintere Ende des Triebwerks weit vor der hinteren Flügelkante endet.
Übrigens wird beim dünnen Streifen in der Mitte tatsächlich was gesprüht, nämlich der Inhalt des Handwaschbeckens und sonstiges Brauchwasser. Und dieser Streifen beginnt dick direkt am Ventil (Drain Mast). So sieht das in "besser-fotografiert" aus - hier handelt es sich ebenfalls einen A380 wie oben bei der Emirate-Maschine - man sieht deutlich, wie weit die Treibwerke vorgesetzt sind:
Denselben Fehler machte sauberer-Himmel ein paar Tage später nochmal, sauberer-Himmel bezog sich auf diverse Videos von Planespotter:
Aber auch dieses Flugzeug von Korean Air hinterlässt einen satten Kondensstreifen, der praktisch direkt an den Triebwerken beginnt und überhaupt nicht enden will.
... und verlinkt auf dieses Video:
SACH´ MAL, HAT DA JEMAND BEI SAUBERER-HIMMEL EINEN KNICK IN DER OPTIK?!?! Der Zwischenraum zwischen den Kondensstreifen und dem Triebwerk sind doch deutlich genug zu sehen? Aber wenn man dort das endlich erkannt hat, dass bei echten Kondensstreifen meistens ein grosser Abstand twischen Triebwerk und Kondensstreifen ist, dann sollte man alle vorherigen Videos und Fotos aussortieren, wo dies der Fall ist. Bleibt aber nicht mehr viel übrig ;-)
---- EDIT - Eingefügt 4.2.2012
Offenbar schiesst man sich auf die Fluggesellschaft "Emirates" ein, naja, ist ja auch einfach, denn die schreiben ihren Namen schon groß unter den Rumpf. Aber wo ein Triebwerk aufhört und ein Kondensstreifen anfängt, hat man immer noch nicht gelernt. Das ist wirklich peinlich:
Mal abgesehen davon, das wir anhand dieses kleinen Ausschnittes nicht beurteilen können, wie "ungewöhnlich lang" dieser Kondensstreifen denn ist, wenn man das Bild so schneidet - Offenbar schiesst man sich bei Sauberer-Himmel wirklich auf die Fluggesellschaft "Emirates" ein, passt auch in das latent amerikafeindliche Weltbild, das man bei unseren Lieblingsanwalt durchaus auch bei anderen Themen entdecken kann. So schreibt sauberer Himmel:
Und schon wieder die Emirates?
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind einer der engsten Partner der NATO bei deren Krieg gegen die Vernunft und Menschlichkeit im Nahen Osten. Da würde es sich ja auch glatt anbieten, die NATO bei ihrem militärischen “Chemtrail-Projekt” zu unterstützen. Auf den arabischen Flughäfen, die zumeist militärischen Hochsicherheitstrakten ähneln, ließe sich das Chemtrailing auch wunderbar geheim halten.
Welcher NATO-Krieg im nahen Osten? Die Amis sind aus dem Irak inzw. abgezogen. Bose Amis, Böse NATO, Böse Ölscheichs. Das passt. Übrigens tanken auch die Emirates-Maschinen, wenn sie von Deutschland aus starten, das gleiche Kerosin wie jede deutsche, französische, iranische, israelische oder türkische Maschine, denn die Flughäfen verkaufen an alle denselben Treibstoff. Und nein, die Emirates-Maschinen werden nicht in den Vereinigten arabischen Emiraten "Vollgetankt", damit sie mehrere Flüge hintereinander ohne Tankstopp durchführen, sondern alle Fluggesellschaften tanken immer nur soviel, wie sie zum jeweiligen Flug brauchen plus einer Reserve. Denn jedes Kilogram zusätzliches Gewicht durch den eigentlich unnötig mitgenommenen Treibstoff bedeutet noch größeren Treibstoffverbrauch und der Treibstoff ist mit abstand der teuerste Posten in der Abrechnung einer Fluggesellschaft. --- ENDE EDIT 4.2.2012
Und das ist Realsatire:
Schließlich wurde die Webseite des US-amerikanischen Chemikers Clifford E Carnicom, Autor des beeindruckenden Dokumentarfilms “Aerosol Crimes“, der die Existenz der Chemtrails anhand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen in den USA nachgewiesen hat, kurz nach ihrem Erscheinen nicht nur immer wieder vom Pentagon, US-Senat, mehreren Air Force Bases, Geheimdiensten, pharmazeutischen Unternehmen, Arzneimittelfirmen, Forschungsanstalten und Waffenunternehmen, sondern auch von Flugzeugfabrikanten und Flugzeugteileherstellern besucht.
klickt man auf den Link mit den angeblichen wissenschaftlichen untersuchungen, erscheint das hier:
verlinkt wurde von sauberer-Himmel diese URL: http://www.carnicominstitute.org/index.php?page=articles_by_date Nebenbei für die, die das noch nicht wissen, das Carnicom-Institute ist die Seite eines der "Miterfinder" der ganzen Chemtrail-Geschichte. Und das dessen Seite von allen möglichen Leuten BESUCHT wird, sollte ihn nicht wundern. Das ist wirklich eine tolle rhetorische Spielerei, bei der Aufzählung von CIA, Militär, Pipapo etc. denkt man dann sofort an ein Überfallkommando. Aber es geht ja nur um Besucher der WEBSITE, auf der genau diese Institutionen mehrmals beschuldigt werden, uns alle zu vergiften und uns die Morgellon-Krankheit zu bescheren. Das diese Institutionen dann die Webseite finden und besuchen, wenn ihr Name mehrmals genannt wird, ist eigentlich völlig normal. Nebenbei, auch die CIA und die Flugzeugmechaniker wollen ab zu mal lachen! Und die Behauptungen dort sind so bar jeder Logik, dass man da eigentlich nichts ernsthaftes gegen unternehmen muss. damit würde man solchen Spinnern ja nur noch mehr Aufmerksamkeit schenken. ;-) Dann nimmt man sich Ryanair auf den Korn, auf diese Gesellschaft ist man bei Sauberer-Himmel von anfang an sauer, weil eine Anfrage zu einer omiösen Düse innerhalbt einer Turbine nicht beantwortet wurde. Wenn man jetzt schon eine Fluggesellschaft anprangert, dann erinnertn man gerne nochmal an diesen alten Fall... Sauberer Himmel schreibt:
Ja, vieles und immer mehr deutet darauf hin, dass mit Ryanair etwas nicht “koscher” ist (siehe auch Apparatur in einem Ryanair-Triebwerk, dessen Verwendungszweck uns Ryanair trotz wiederholter schriftlicher Anfrage nicht mitgeteilt hat).
Und verlinkt damit dieses Bild:
Vielleicht würde Ryanair ja antworten, wenn man sie nicht im Schreiben als Mittäter einer Chemtrail-Mafia ansprechen würde. Was das ist, das hat man der Bürgerinitiative übrigens schon öfters genau erklärt. Laut einem User in einen Forum hat ein Flugzeugmechaniker sogar die Baupläne dieses ominösen Objektes an die Bürgerinitiative geschickt- Das ist ein Temperatursensor, der die Temperatur der einströmenden Luft misst, um das Triebwerk möglichst effektiv einzusetzen. Das wird hier genau beschrieben und es gibt auch ein größeres Bild:
here are two fan inlet temperature sensors in the CFM56-3 engine intake. The one at the 2 o'clock position is used by the PMC and the one at the 11 o'clock position is used by the MEC. The MEC uses the signal to establish parameters to control low and high idle power schedules. The temperature data is used for thrust management and variable bleed valves, variable stator vanes & high / low pressure turbine clearance control systems. Quelle: http://www.b737.org.uk/powerplant.htm Herr Dominik Storr, Ryanair stellt die Flugzeuge übrigens nicht selbst her, man könnte ja auch Beoing oder den Treibwerkshersteller fragen. Für dieses Treibwerk hat der nämlich sogar eine wunderschöne Webseite eingerichtet: http://www.cfm56.com/manualsDie Bürgerinitiative und ein merkwürdiges Verhältnis zur Zensur:
Die Bürgerinitiative vermutet überall Zensur, denn sonst würde man ja viel mehr über Chemtrails berichten. Genauso wie man in der Vergangenheit vermutete, dass von den Mächtigen gelenkte, gezielte Manipulationen an uns vorgenommen werden, damit wir uns an den Anblick von Chemtrails gewöhnen. So wurde ein Schulbuchverlag angekreidet, dass er in einer seiner Atlanten wissenschaftlich Korrekt die Entstehung von Kondensstreifen erklärt und die NASA beschuldigt, weil diese vor über zehn Jahren für Kinder aufbereitete Bilder der wichtigsten Wolken zeigte und auch die entstehung von Kondensstreifen erklärte. Aktuell fand man beim WWF etwas, der WWF war schon einmal ein peinliches Ziel der Bürgerinitative, denn dort hat man die Botschaft eines Plakates des WWFs einfach nicht verstanden, was fehlende Kenntnisse der deutschen Sprache offenbarte. Kurz gesagt ging es damals um ein Plakat des WWFs, auf dem folgendes stand: "Die Erde mit künstlichen Wolken zu kühlen ist eine Lösung für morgen. Vielleicht. Was, wenn Sie die Lösung für morgen wären?" - Das liest sich beiläufig betrachtet, als würde der WWF zugeben, dass es bereits heute künstliche wolken gäbe - aber das "Sie" ist grossgeschrieben und das bedeutet - wie jedes Schulkind weiss - das es sich um eine persönliche Anrede handelt. Das Plakat meint, dass der Leser vor dem Plakat heute schon die Lösung für das Problem der Klimaerwärmung sein könnte und man besser sein Verhalten heute ändert als morgen auf technische Lösungen zu vertrauen. Das war natürlich damals ziemlich peinlich für die Bürgerinitiative, und so hat man den WWF noch auf den Kieker. Aktuell schreibt man:
WWF-Jugend diskutiert über Chemtrails Da haben wohl die WWF-Erwachsenen vergessen, ihre Jugend entsprechend zu zensieren. Denn diese diskutiert auf ihren Seiten über das Thema “Chemtrails”, wie z.B. hier oder dort. Mal sehen, wie lange diese Beiträge, die schon etwas älter sind, noch verfügbar sind.
Soso, wie gewohnt immer schnell beim "Zensur herbeischreiben". Ersteinmal, welche Zensur? Die Bürgerinitative darf ihren nachweislich falschen Schrott verbreiten. Altnickel darf empfehlen, David Icke zu lesen und das antisemitsche Werk "Die Protokolle der Weisen von Zion" als "Beispiel" nennen, wie die Chemtrailmafia agiert. Im Gegensatz darf niemand etwas auf Sauberer-Himmel.de kommentieren. Briefe andersdenkender werden offenbar einfach ignoriert und verschwiegen. Man ist stolz, dass man die Bürgerinitiative von Indoktrinationen "freihält", oder wie war das mit den Freimaurern? Wie war das mit den anfangs anonym vermittelten Stammtischen, damit die Leute mit Ahnung von Physik ja nicht die Veranstaltungen besuchen können?
In vielen eher chemtrail-freundlichen Blogs ist den Kommentaren zu entnehmen, dass interessierte Mitglieder nicht aufgenommen oder ihre Schreiben unbeantwortet blieben. Und wer hat anfangs den Rat einer informativen, aufklärerischen Internetseite gesucht, den Betreiber versucht abzuwerben und als dieser das verneinte, damit gedroht die Seite mit rechtlichen Mittel zu schliessen?!?
WER SO FEST DIE FÄDEN EINER "BÜRGERINITIATIVE" IN DER HAND BEHÄLT, DER SOLLTE MIT DEN WORT "ZENSUR" GANZ, GANZ VORSICHTIG SEIN!!!
In so einen zentralistisch gesteuerten Verein braucht es wohl keine Zensur, sondern nur eine Schublade, in der alles umbequeme verschwindet. Erinnert eher an "gelenkte Demokratie" in Russland als an eine BÜRGERinitiative!
... und zu den Blog-Einträgen der beiden jungen WWF-Aktivisten. Der Jugend kann man Irrtümer verzeihen, zumal diese Artikel - wie der Anwalt ja selbst zugibt - schon etwas älter sind. Jugendlichen gestehe ich gerne ein naives Weltverbesserer-Syndrom ein, aber von Erwachsenen, insbesondere in so verantwortlichen Berufen wie den eines Rechtsanwalt, darf es dann doch etwas mehr Realität sein. Und woher haben die jungen WWF-Aktivisiten (sind sie überhaupt Mitglieder des WWF? Ihre Artikel erschienen auf den Blog in der Rubrik "Community?") ihre ideen?
Öminöse blaue Glibberkugeln fallen vom Himmel
Das war ja abzusehen, dass sauberer-Himmel auch diese Geschichte aufgreift:
England: Mysteriöser Hagelschauer lässt blauen Glibber regnen Während der betroffene Grundstückseigentümer die blaue, glibberige Masse für chemischen Abfall hält, der vom Himmel gefallen ist, sagte eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der örtlichen Universität doch allen Ernstes aus, dass es sich bei dem Dreck um eine noch unbekannte Form von Vogeleiern handeln könnte. Lesen Sie mehr dazu [hier].
Klar, alles was im Garten herumliegt, das muss ja vorher vom Himmel gefallen sein und die Kügelchen kommen aus den Chemtrails. Die Piloten müssen dabei gut gezielt haben, so dass es nur den einen Garten erwischt hat. Und dann haben die Kügelchen auch noch den Aufprall überlebt - aber aufsammeln kann man die nur schwer, weil sie so leicht kaputtgehen. Einer der englischen Medien, die zuvor von diesen Vorfall berichteten, sind inzw. schon wesentlich weiter, z.B. The Guardian schon einen Tag nach der Sensationsmeldung:
A jar of the objects was taken to the school of applied sciences at Bournemouth University, which provided an initial analysis on Tuesday. Research assistant Josie Pegg said: "Speculation on the nature of the mystery jelly balls has provided much entertainment, but now that we have possession of a sample we can rule out some of the early guesses. Having examined the balls under a high-powered microscope, we can discount living material." So not eggs and, almost certainly not alien life-forms. The clue may have been in the fact that the balls were only found in the garden and not on nearby roads or roofs. Pegg said: "The balls do look very much like the florists' hydrating jelly, as suggested by some eagle-eyed members of the public.
"florists hydrating jelly" sind Gelkügelchen, die sich mit Wasser vollsaugen und dabei an Volumen gewinnen und zur dekorativen Bewässerung von Pflanzen eingesetzt werden können:
So das war´s jetzt erstmal, bei meinen Rundumschlag einiger Beiträge über diese wirklich seltsame Bürgerinitiative. Bei Allmystery.de hat man im dortigen Chemtrail-Thread diesen Verein immer im Auge. Es lohnt sich immer, dort die letzten 10-20 Seiten durchzulesen, dort wird man über die Vorgänge in der Chemtrail-Szene wesentlich besser auf den Laufenden gehalten als bei der Bürgerinitiative.